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Anselm Grün: Wahlkämpfer können von Jesus lernen

Politiker im Wahlkampf könnten nach Einschätzung des Benediktinerpaters Anselm Grün von Jesus Christus lernen. "Dass man authentisch sein muss, nicht populistisch. Dass man sich nicht verbiegen darf. Dass man den Menschen etwas zuhören muss", sagte Grün der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" (Donnerstag). Auch müssten Politiker sich fragen, welches die "wahren Bedürfnisse" der Menschen seien. Jesus habe die Menschen "eingeladen und fasziniert. Mit Ängsten hat er nicht gearbeitet", so Grün.

Keine Partei könne von sich behaupten, alle christlichen Werte im Programm zu haben, sagte der Mönch weiter. "Jesus lässt sich nicht vereinnahmen. Niemand kann sagen: Wir vertreten Jesus und ihr nicht." Die AfD versuche dies. "Aber die entsprechen Jesus sicher ganz und gar nicht. Jesus war kein Rassist, Jesus hat nicht verurteilt." Auch sei Jesus kein Populist gewesen. Im Gegenteil: "Wenn er gepredigt hat, haben viele aufgeschrien, weil er ihre falschen Selbstbilder ans Licht gezerrt hat."

Es sei modern geworden, andere zu verurteilen und zu bewerten, beklagte Grün. "Jesus hat versucht, genau das nicht zu tun. Er ist an die Ränder der Gesellschaft gegangen und hat dort Werte vermittelt." Aus sich heraus sei Jesus kein politischer Mensch gewesen. "Aber sein Wirken war politisch."

KNA

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