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Bischof Genn ruft zur Beteiligung an Handy-Sammelaktion auf

Der Bischof von Münster, Felix Genn, ruft dazu auf, sich an der "Woche der Gold-Handys" des katholischen Hilfswerks missio Aachen zu beteiligen. "Ich ermuntere alle, das alte Handy aus der Schublade zu kramen und es in eine der vielen Sammelboxen, die jetzt aufgestellt sind, zu werfen", erklärte Genn.

Der Erlös komme der Aktion "Schutzengel" von missio zugute, die mit dem Geld Überlebende des Bürgerkriegs in der Demokratischen Republik Kongo unterstützt.

Die Handy-Sammelaktion eröffne die einfache Möglichkeit, Gutes zu tun und einen Beitrag für mehr Gerechtigkeit in der Einen Welt zu leisten, betonte Weihbischof Stefan Zekorn. Eine Ursache des blutigen Konflikts im Kongo seien die wertvollen Mineralien Gold und Coltan, die für die Handy-Produktion benötigt und von den Rebellen illegal außer Landes gebracht würden, um ihren Krieg zu finanzieren. "Missio engagiert sich deshalb für den Aufbau von Trauma-Zentren im Kongo und setzt sich für Handys ohne Konfliktmaterialien ein", so Zekorn. Auch müsse es ein Ziel sein, dass die Verbraucher Handys so lange wie möglich nutzen.

missio bekommt den Angaben zufolge pro Handy bis zu einem Euro, je nach der Quote der Handys, die wiederaufbereitet werden können. Die Zahl der aktiven Handys in den privaten Haushalten Deutschlands lag laut missio im Jahr 2016 bei 95 Millionen. Rein statistisch gesehen hat damit jeder der 82 Millionen Bundesbürger mehr als ein Handy in Betrieb. Dabei sind die Handys, die unbenutzt in Schubläden und Schränken schlummern, nicht mitgezählt.

KNA

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