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Bischof mahnt gegenüber Audi-Chef Wachstumsgrenzen an

Der Eichstätter katholische Bischof Gregor Maria Hanke hat im Gespräch mit Audi-Chef Rupert Stadler ein Bewusstsein für Grenzen des Wachstums angemahnt. "Mobilität bringt uns an Grenzen, denn es gibt kein unbegrenztes Wachstum", sagte Hanke am Mittwochabend bei einer Diskussion in Ingolstadt. Die Gesellschaft müsse ein Fürsorge-Verhalten gegenüber der Schöpfung entwickeln.

Stadler erwiderte, der, der nicht auf Nachhaltigkeit setze, habe keine unternehmerische Zukunft. Der Audi-Vorstandsvorsitzende äußerte sich zudem zum Thema Dieselskandal: In dieser Sache seien auch von Audi Fehler gemacht worden. "Die muss man annehmen und aufarbeiten, die dürfen nicht noch mal passieren." Laut Stadler wäre es jedoch "ein Granatenfehler", den Dieselmotor nun abzuschreiben. Diese Technik habe nämlich einen hocheffizienten Wirkungsgrad und trage daher zu einer positiven CO2-Bilanz bei. Die aktuelle gesellschaftliche Diskussion zu dem Thema habe "zu wenig Maß und Mitte". Den Diesel werde es in Europa noch "viele, viele Jahre" geben.

Hanke und Stadler debattierten in Ingolstadt im Rahmen einer Veranstaltung zum 60-jährigen Bestehen der Katholischen Akademie in Bayern über das Thema "Nachhaltigkeit und Mobilität".

KNA

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