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Bischof von Ischia wehrt sich gegen Verunglimpfung seiner Insel

Der Bischof von Ischia, Pietro Lagnese, wehrt sich gegen eine Vorverurteilung der Einwohner nach den Erdbebenschäden. Man dürfe nicht so tun, als habe die Insel Schwarzbauten und Illegalität zum System erhoben, betonte der Bischof bei einem Trauergottesdienst für die beiden Todesopfer des Bebens.

Ungenehmigte Baumaßnahmen seien nicht die eigentliche Ursache der Einstürze; diese hätten vor allem ältere Gebäude betroffen, erklärte Lagnese laut italienischen Medien.
Nach Darstellung von Experten hatten die Erdstöße der Stärke 4.0 am Montag vergleichsweise schwere Schäden angerichtet. Eine Frau starb durch ein herabfallendes Gesimsteil der Kirche von Casamicciola.
Der Bischof sagte weiter, die Praxis von Schwarzbauten müsse bekämpft werden, "vor allem, wenn sie die Unversehrtheit der Bürger bedroht". Das Problem sei jedoch mit Realitätssinn und Verantwortung anzugehen und "ohne sich von den Fesseln der Bürokratie einsperren zu lassen". Viele Menschen auf Ischia seien verbittert, nicht nur weil sie ihr Haus verloren hätten, sondern auch weil sie als leichtfertig und gewissenlos angeprangert würden.

KNA

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