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Caritas will humanitäre Hilfe für Nordkorea fortsetzen

Die deutsche Caritas hofft trotz der Spannungen um das Raketenprogramm Nordkoreas das humanitäre Engagement in dem abgeschotteten Land fortsetzen zu können. "Es gibt ganz wenige Kanäle für das Engagement ausländischer Hilfsorganisationen in Nordkorea. Und solange wir auf einem dieser Kanäle arbeiten können, tun wir dies", sagte Caritaspräsident Peter Neher am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Freiburg.

Neher konnte vor wenigen Tagen erstmals dort Caritasprojekte besuchen. Aus einem UN-Nothilfeprogramm in den 1990er Jahren entstand beispielsweise ein Impfprogramm, bei dem inzwischen mehrere Millionen Kinder gegen Masern, Hepatitis und Enzephalitis immunisiert wurden. Zur Versorgung von Krankenhäusern hat die Caritas den Bau von rund 80 Gemüse-Gewächshäusern gefördert. In der Hauptstadt Pjöngjang öffnete ein Altenhilfezentrum, das Familien bei der Altenpflege entlasten soll.
Eine Gefahr, durch die Projekte indirekt das Regime zu stabilisieren, sieht Neher nicht. Es gehe nicht um eine Kooperation mit dem Staat, sondern um die konkreten Notlagen von Menschen am Rande. "Wenn wir einen Beitrag leisten, das Leben einzelner zu verbessern, dann rechtfertigt das auch die Zusammenarbeit. Umgedreht formuliert: Das Regime ändert sich auch nicht, wenn wir nicht helfen." Ob Projekte wie die der Caritas langfristig zu einer Öffnung des Landes beitragen könnten, sei nicht absehbar, sagte Neher. "Unsere Projekte sind schon etwas einzigartiges, aber die Hoffnung stirbt zuletzt."
Während des fünftägigen Besuchs auf Einladung des nordkoreanischen Gesundheitsministeriums war die Caritasdelegation von der Außenwelt abgeschnitten. Auslandskontakte über Internet und Telefon sind grundsätzlich blockiert. Pjöngjang mache vielerorts den Eindruck einer prosperierenden Großstadt, so Neher. Auf dem Land arbeiteten Bauern aber mit einfachsten Techniken. Bei Gesprächen sei deutlich geworden, dass die Nordkoreaner auf eine Wiedervereinigung mit dem Süden hofften.

KNA

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