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Forderungen nach Sonntagsschutz am Tag der Arbeit bekräftigt

Zum Tag der Arbeit haben Befürworter des Sonntagsschutzes ihre Forderungen bekräftigt. DGB-Chef Reiner Hoffmann bestärkte die Gewerkschaft Verdi darin, verkaufsoffene Sonntage gerichtlich verbieten zu lassen und sieht sich in dieser Frage "ganz eng bei den Kirchen". Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Hans-Jürgen Papier, sagte, dass der Sonntagsschutz sich nicht nur auf die Ausübung der Religionsfreiheit beziehe, sondern dass die Arbeitsruhe auch "der physischen und psychischen Regeneration und damit der körperlichen Unversehrtheit" diene.

Hoffmann sagte der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Montag), er könne den Vorstoß von Verdi nur begrüßen, "weil niemand eine komplette Entgrenzung von Arbeitszeit braucht". So werde "nicht ein Pullover mehr verkauft, der Umsatz wird nur über längere Öffnungszeiten verteilt".
Die Gewerkschaft Verdi hatte zuletzt in Nordrhein-Westfalen zahlreiche verkaufsoffene Sonntage vor Gericht gekippt. Hoffmann sagte, der DGB teile in dieser Frage die Haltung der Kirchen: Der Sonntag müsse arbeitsfrei bleiben, außer in den Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder der inneren Sicherheit, wo dies nicht möglich sei. Die Beschäftigten bräuchten ihre Ruhephasen. "Wir beobachten nicht zufällig seit Jahren steigende Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen, oft aus Überlastung."
Der Mainzer Domdekan Heinz Heckwolf betonte beim traditionellen Gottesdienst am Vorabend des Tages der Arbeit im Mainzer Dom, Christen seien aufgerufen, eine "neue Sonntagskultur" zu entwickeln. Diese solle "gemeinsames Leben und das gemeinsame Feiern des Gottesdienstes miteinander" verbinden. "Sonntagsheiligung fängt also zuallererst bei uns selbst an." Papier hatte sich auf einem Empfang nach dem Gottesdienst in Mainz geäußert.
Nicht nur der Sonntagsschutz war Thema von Kirchenvertretern am 1. Mai, an dem vor allem Gewerkschaften für Chancengleichheit sowie Gerechtigkeit in der Arbeitswelt auf die Straße gehen. In Hamburg forderte die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs mehr Engagement für Grundwerte und Demokratie. Präsidenten diesseits und jenseits des Atlantiks stellten Meinungsfreiheit und Menschenwürde infrage. "Wir dürfen uns damit nicht abfinden", sagte Fehrs laut vorab verbreitetem Manuskript bei einem Gottesdienst zum Tag der Arbeit in der Hamburger Flussschifferkirche.
KNA

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