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Helfer: 400.000 Rohingya-Kinder in Lagern "in extremer Gefahr"

Helfer sehen Rohingya-Kinder in den Flüchtlingslagern in Bangladesch in extremer Gefahr. „Die Camps sind ein einziges Chaos und die Kinder sind von Ausbeutung durch Kinderarbeit, Menschenhandel und von Missbrauch bedroht“, sagte der Leiter der SOS-Kinderdörfer in Bangladesch, Ghulam Ahmed Ishaque, am Dienstag. 400.000 Kinder lebten derzeit in den Lagern. Das Leben dort sei „die Hölle“, erklärte Ishaque.

Viele Kinder arbeiteten für ein bis zwei Dollar täglich für einheimische Unternehmen, um ihre Familien zu unterstützen. Viele litten an Fieber und fänden kein sauberes Wasser. „Sie erkranken lebensgefährlich an Durchfall, Denguefieber und Wurminfektionen“, sagte Ishaque. Besonders anfällig für Krankheiten und bedroht von Gewalt seien die Mädchen und Jungen, die alleine geflohen seien.

Die SOS-Kinderdörfer errichten den Angaben zufolge derzeit fünf Nothilfe-Kitas in den Flüchtlingslagern. Hunderte Kinder fänden dort einen sicheren Ort, erhielten Mahlzeiten, medizinische Versorgung und psychologische Betreuung. Dies reiche jedoch „noch lange nicht aus“. Ishaque: „Die internationale Gemeinschaft muss sofort handeln, um eine Katastrophe zu verhindern und diese Kinder zu schützen.“

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit im mehrheitlich buddhistischen Myanmar. Mehr als 600.000 von ihnen sind seit Ende August gewaltsam von der Armee von Myanmar nach Bangladesch vertrieben worden.

KNA

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