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Jüdisches Museum München erwirbt Landauer-Nachlass

Das Jüdische Museum München hat den schriftlichen Nachlass des früheren Präsidenten des FC Bayern, Kurt Landauer, und seiner Frau Maria erworben. Er umfasst 34 Briefe des Paares, darunter einen 77 Seiten langen handschriftlichen Lebensbericht Kurt Landauers, wie das Museum am Mittwoch mitteilte.

Kurt Landauer (1884-1961), Sohn eines jüdischen Münchner Kaufmanns, wurde 1913 erstmals Bayernpräsident. 1932 führte er den Club zur ersten deutschen Meisterschaft. 1933 trat er zurück, überlebte die Schoah im Schweizer Exil, und wurde nach seiner Rückkehr nach dem Krieg erneut Vereinspräsident.

Bisher kaum bekannt war nach Museumsangaben die Lebensgeschichte seiner Frau. Maria Baumann (1899-1971) war seit 1927 im Haushalt der Landauers tätig und unterstützte trotz drohender Denunziation nach den Nürnberger Rassegesetzen als Nicht-Jüdin die Familie weiter, auch nach der Emigration Landauers. Nach dessen Rückkehr heiratete das Paar 1955 in München.

Erste Einblicke in den Nachlass eröffnet das Museum bei einer Lesung im Rahmen der Reihe „Jahrhundertbriefe“ am 7. November in den Münchner Kammerspielen.

KNA

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