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Kritik an Papst Johannes XXIII. als Patron der Streitkräfte

Die katholische Friedensorganisation Pax Christi in Italien hat das Vorhaben kritisiert, den heiliggesprochenen Papst Johannes XXIII. (1958-1963) zum Schutzpatron der italienischen Streitkräfte zu erklären. Es sei "respektlos" und "absurd", den Papst, der in seiner Enzyklika "Pacem in terris" Kriege angeprangert habe, als Patron der Streitkräfte zu vereinnahmen, erklärte der Vorsitzende von Pax Christi Italien, Bischof Giovanni Ricchiuti, am Montag.

Einem Bericht der Zeitung "L'Eco di Bergamo" zufolge will Italiens Militärbischof Santo Marciano am Dienstag in Rom eine entsprechende Urkunde der Gottesdienstkongregation an den Oberbefehlshaber der italienischen Streitkräfte, General Danilo Errico, übergeben. Am 11. Oktober, seinem Gedenktag, so die Zeitung weiter, solle Johannes XXIII. bei einer Messe im Petersdom in Anwesenheit hoher Militärs offiziell zum Schutzpatron der Streitkräfte erklärt werden.

Begründet werde dies damit, schreibt die Zeitung, dass der frühere Papst einerseits im Jahr 1901 selber Wehrdienst geleistet hatte und im Ersten Weltkrieg von 1915 bis 1917 Militärseelsorger gewesen war. Zudem habe Johannes XXIII. die Streitkräfte als wichtig für Friedens- und andere humanitäre Einsätze erachtet.

Pax Christi lässt das nicht gelten. Es dürfe nicht vergessen werden, dass Papst Benedikt XV. (1914-1922) den Ersten Weltkrieg als "unnützes Gemetzel" bezeichnet habe. Außerdem sei Johannes XXIII. für die Menschen "der gute Papst", der "Papst des Friedens" und nicht der Armee, so Pax-Christi-Präsident Bischof Ricchiuti.

KNA

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