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Maria Vesperbild: Dekan Erwin Reichart wird ab Januar 2018 neuer Wallfahrtsdirektor

Dekan Erwin Reichart wird ab Januar 2018 neuer Wallfahrtsdirektor in Maria Vesperbild. Der 63-jährige ist Dekan des Dekanats Kaufbeuren und seit 1988 Pfarrer in Ebersbach. Die dortige Pfarreiengemeinschaft Ronsberg leitet Pfarrer Reichart seit 2000. Der Geistliche stammt aus einer Arbeiterfamilie und ist in Kleinweiler im Oberallgäu aufgewachsen. Dort absolvierte er in einem Industriebetrieb zunächst eine Lehre als Betriebsschlosser. Danach holte er über den zweiten Bildungsweg das Abitur nach und studierte Theologie. Nach der Priesterweihe 1983 war er Kaplan in Dillingen und Stadtprediger in Aichach. Dekan Reichart folgt auf den Apostolischen Protonotar Dr. Wilhelm Imkamp (Foto), der Bischof Dr. Konrad Zdarsa aus gesundheitlichen Gründen um seine Entpflichtung und Emeritierung als Wallfahrtsdirektor gebeten hat.

Prälat Imkamp (65) wurde im Jahr 1988 zum Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild ernannt. Neben seiner Aufgabe als Wallfahrtsdirektor ist er seit mehreren Jahrzehnten in der Selig- und Heiligsprechungskongregation sowie der Sakramentenkongregation als Konsultor tätig. Außerdem ist er seit 2013 ordentliches Mitglied der Päpstlichen Theologenakademie.
„Prälat Imkamp hat in den vergangenen Jahrzehnten Maria Vesperbild weit über unsere Region und das Bistum Augsburg hinaus bekannt gemacht“, würdigt Bischof Konrad das Wirken des Prälaten. Er habe dabei sehr geschickt bewährtes religiöses Brauchtum in der Seelsorge eingesetzt und dieses teilweise auch wieder aus der Vergessenheit gehoben. Durch seine Publikationen und Auftritte in den Medien, die immer von großer theologischer Präzision und Treue zur Kirche geprägt seien, spreche der Prälat ein Publikum im gesamten deutschen Sprachraum an. Dabei habe er immer wieder kritische Themen aufgegriffen und damit auch selber Widerspruch erfahren. „Auch wenn Prälat Imkamp noch eine Weile im Bistum tätig sein wird, spreche ich ihm hierfür schon jetzt meinen großen Dank und meine Anerkennung aus“, so der Bischof. Zugleich gelte sein Dank auch Herrn Dekan Reichart für seine Bereitschaft, in Maria Vesperbild die Wallfahrtsseelsorge zu übernehmen. „Als Pfarrer, aber auch von seiner Erfahrung als Spätberufener her ist er zutiefst mit den Gläubigen verbunden. Er tritt nach fast dreißig Jahren noch einmal eine völlig neue Aufgabe an. Dafür gebührt ihm mein höchster Respekt.“
Dekan Reichart blickt „mit großer Zuversicht und vielen Erwartungen auf eine neue reizvolle Aufgabe“ in dem Wallfahrtsort. In seiner seelsorglichen Tätigkeit habe die Pflege der Volksfrömmigkeit immer eine zentrale Rolle gespielt. Er habe deshalb immer eine große Zuneigung zu Wallfahrtsorten wie Maria Vesperbild gehabt. „Dennoch fällt mir der Abschied von meiner Pfarreiengemeinschaft nicht leicht. Ich muss meine  Leute zu Beginn einer großen Kirchenrenovierung zurücklassen“, betont er. Prälat Imkamp wiederum schaut schon jetzt mit Wehmut auf seine fast drei Jahrzehnte in Vesperbild zurück. „Ich bin froh und dankbar für viele wertvolle Begegnungen. Die treue Verehrung der Gottesmutter durch so viele Menschen hat mich immer wieder sehr bewegt. Unsere Wallfahrtskirche und die Fatimagrotte sind vielen Gläubigen zu einer spirituellen Quelle geworden, an der sie Kraft für ihren Alltag schöpfen können.“ Er sei Bischof Konrad sehr dankbar, dass er seiner Bitte um Emeritierung entsprochen habe.
Der Wallfahrtsort Maria Vesperbild im Westen von Augsburg lässt das ganze Spektrum traditioneller bayerisch-schwäbischer Volksfrömmigkeit lebendig werden. Überregional bekannt ist die große Lichterprozession, die an Maria Himmelfahrt zur Fatimagrotte führt. Die Wallfahrtsdirektion gibt einen eigenen Kalender heraus, in dem auf mehr als 100 Seiten alle Gottesdienste und Wallfahrtsangebote dargestellt sind, die das Jahr über in Maria Vesperbild stattfinden.

KNA

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