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Merkel wirbt für besseren Lebensschutz

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für einen besseren Lebensschutz und mehr Chancen für Behinderte geworben. Bei der ARD-Wahlarena verwies die Kanzlerin am Montagabend im Dialog mit einer jungen Frau mit Down-Syndrom darauf, dass die Union in der Vergangenheit eine verpflichtende Beratung bei Spätabtreibungen eingeführt habe. "Es war unglaublich schwer, dafür eine Mehrheit zu bekommen."

Viele Eltern hätten große Angst vor einem behinderten Kind und wüssten nicht, welche gute Förderung es heutzutage gebe, sagte die CDU-Vorsitzende und verwies darauf, dass sie in der DDR auf einem Gelände aufgewachsen sei, wo geistig behinderte Kinder lebten. In den letzten Jahren seien viele Verbesserungen auch für behinderte Menschen erreicht worden. "Es steckt so viel an Fähigkeiten und Möglichkeiten in jedem Menschen" sagte Merkel, an die junge Frau gewandt. Deshalb sei es gut, dass sie sich so deutlich zu Wort melde. Was Merkel konkret in Zukunft tun will, sagte sie allerdings nicht.

Die junge Frau, die nach eigenen Angaben bei dem von der Caritas betriebenen Cafe "Queerbeet" in Köln arbeitet, hatte zuvor erklärt, neun von zehn Babys mit Down-Syndrom in Deutschland würden abgetrieben. "Ich will nicht gehen, ich will auf der Welt bleiben", sagte sie unter lautem Applaus.

KNA

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