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Millionen hungern in Afrika - Helfer dringen auf rasches Handeln

Die Hungerkrise in Afrika weitet sich aus. Laut Angaben von Hilfsorganisationen und Vereinten Nationen haben allein im Südsudan, in Nigeria, Äthiopien, Somalia und Kenia 21 Millionen Menschen zu wenig zum Essen und Trinken. In Somalia rief die Regierung den Notstand aus, wie die Aktion Deutschland Hilft am Donnerstag in Bonn mitteilte. Dort sind 2,9 Millionen Menschen dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Ende Februar hatten die UN auch für Teile des Südsudan den Notstand ausgerufen. Dort leiden den Angaben zufolge fast 5,5 Millionen Menschen unter Nahrungsmittelknappheit. Das entspricht 42 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Lage in dem Land wird durch einen seit drei Jahren andauernden Bürgerkrieg zusätzlich verschärft.

Das katholische Werk für Entwicklungszusammenarbeit Misereor und die Welthungerhilfe warfen der Politik Versagen vor. "Die internationale Staatengemeinschaft reagiert leider nur zögerlich" sagte der Vorstandsvorsitzende der Welthungerhilfe, Till Wahnbaeck.

Atsbaha Gebre-Selassie, Misereor-Berater und Agrarexperte in Äthiopien, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), die meisten Hilfsorganisationen versuchten nach Kräften, die Ursachen von Hunger und Flucht zu bekämpfen. Die aktuelle Krise habe sich schon länger angekündigt, es fehle jedoch weiterhin an Geld. Sogar der neue UN-Generalsekretär Antonio Guterres habe unlängst die Staatengemeinschaft zu mehr Engagement aufgefordert.

Auch Spenden seien enorm wichtig, flössen jedoch oft erst, "wenn bereits schlimme Bilder im Fernsehen zu sehen sind", sagte Gebre-Selassie. In Äthiopien sind ihm zufolge mehr als 5,6 Millionen Menschen betroffen.

Das Auswärtige Amt hatte Ende Februar 16,5 Millionen Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen am Horn von Afrika bereitgestellt. Im vergangenen Jahr flossen 28,5 Millionen Euro unter anderem für Nahrungsmittel und die medizinische Versorgung in die betreffende Region.

KNA

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