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Mindestens 248 Tote bei Erdbeben in Mexiko - Unglück bei Taufe

Bei dem schweren Erdbeben in Mexiko sind nach Regierungsangaben mindestens 248 Menschen ums Leben gekommen, darunter etliche in einstürzenden Kirchen. Allein im Bundesstaat Puebla nahe dem Epizentrum des Bebens mit der Stärke 7,1 auf der Richterskala starben laut Informationen der dortigen Erzdiözese vom Dienstagabend (Ortszeit) elf Menschen in Gotteshäusern.

Zu einem tragischen Unglück kam es in der Ortschaft Atzala im Bundesstaat Puebla. Dort starben acht Menschen, die während des Bebens am Dienstagmittag (Ortszeit) gerade eine Taufe in der aus dem 16. Jahrhundert stammenden Jakobskirche feierten. Vom einstürzenden Kirchendach wurde laut dem Portal "La silla rota" auch das erst wenige Monate alte Mädchen, das getauft werden sollte, sowie dessen Mutter und die Taufpaten mit deren Kindern erschlagen. 30 Kirchen Pueblas sind beschädigt, Dutzende weitere in anderen Regionen des Landes.

Papst Franziskus sicherte der mexikanischen Bevölkerung seine geistliche Nähe zu. Die Bischofskonferenz des Landes sprach allen Opfern des Bebens, von dem sieben Bundesstaaten betroffen sind, ihr Beileid aus und rief zu Gebet und Solidarität auf. Mehrere Diözesen baten die Gläubigen, Wasser, haltbare Lebensmittel, Medikamente, Kleidung und Hygieneartikel zu spenden.

Erst vor zwölf Tagen war Mexikos Süden von einem Erdbeben der Stärke 8,2 erschüttert worden, bei dem 78 Menschen starben. Unter den mindestens 248 Todesopfern des aktuellen Bebens sind auch 21 Kinder und 4 Erwachsene, die in einer Schule ums Leben kamen. Laut dem mexikanischen Zivilschutz wurden die meisten Toten (117) bislang in der Hauptstadt registriert, 55 im Bundesstaat Morelos.

Von Hilfsorganisationen aus Deutschland kamen am Mittwochmorgen erste Zusagen für Soforthilfen, so etwa 50.000 Euro des katholischen Kindermissionswerks "Die Sternsinger". Die internationale Hilfsorganisation World Vision beteiligt sich nach eigenen Angaben bereits an den Rettungsarbeiten nach dem Erdbeben in Mexiko. Auch das Technische Hilfswerk (THW) signalisierte Bereitschaft zur Hilfeleistung.

"Wir sind vorbereitet", sagte THW-Präsident Albrecht Broemme dem SWR. Allerdings warte man auf eine offizielle Anforderung. Zu vermeiden sei eine "unkontrollierte Lawine von gut gemeinter Hilfe. Alle kommen an, die Flughäfen werden verstopft und keiner weiß, was man eigentlich tun soll."

KNA

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