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Oberammergauer Passionsspiele werden bayerisches Kulturerbe

Die Oberammergauer Passionsspiele werden offiziell ins Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Dazu wird Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) am 1. August im Passionstheater in Oberammergau erwartet, wie Bürgermeister Arno Nunn am Montag mitteilte. Zum Immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken.

Oberammergau veranstaltet seit einem Gelübde von 1633 in der Regel alle zehn Jahre die Passionsspiele. Daran beteiligen sich über 2.000 Bewohner des Ortes nach einjährigen Proben, darunter 450 Kinder. Sie alle wirken als Laiendarsteller oder im Chor und dem Orchester im eigens dafür errichteten Schauspielhaus mit.
Laut Nunn unterstützt seit 2003 auch die Unesco den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt solcher Kulturformen. Einzelne Elemente aus den nationalen Verzeichnissen der Vertragsstaaten können für eine von drei Listen des Immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen werden. Derzeit werden darauf 391 Bräuche, Darstellungskünste und anderes geführt, darunter der Tango aus Argentinien. Deutschland ist seit 2013 Vertragsstaat. Seither seien auch die Passionsspiele aus dem deutschen Verzeichnis für die Aufnahme auf die Unesco-Liste vorgemerkt.

KNA

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