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Ordensfrauen fordern von C-Parteien mehr Barmherzigkeit

Die Oberinnen von 29 katholischen Frauengemeinschaften im deutschen Sprachraum fordern von der Politik mehr Barmherzigkeit im Umgang mit Flüchtlingen. "Die Schutzsuchenden dürfen nicht auf dem Altar des kommenden Bundestagswahlkampfs geopfert werden", heißt es in einem einstimmigen Votum, das die Generaloberinnen bei einer Zusammenkunft in Kloster Oberzell bei Würzburg am Wochenende abgaben. Gerade Parteien, die die Bezeichnung "christlich" im Namen führten, seien gefordert, entsprechend zu handeln. Kritisch äußerten sich die Oberinnen auch zu Abschiebungen nach Afghanistan.

Die Wortmeldung knüpft an sich häufende kritische Stellungnahmen führender katholischer Ordensleute vor allem zur Politik der CSU an. Im November 2015 hatten 45 bayerische Ordesnobere einen offenen Brief an Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) geschrieben, der eine Delegation von ihnen daraufhin zu einem persönlichen Gespräch empfing.
Die in Oberzell noch bis Montag tagenden Oberinnen vertreten nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Ordensfrauen, deren Leitung in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Luxemburg ihren Sitz hat. "Wo Menschlichkeit, Barmherzigkeit und Großherzigkeit nicht im Blick sind, darf auch das Prädikat 'christlich' nicht verwendet werden", hob Schwester Regina Pröls von den Franziskusschwestern aus Vierzehnheiligen hervor. Pröls ist stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Ordensoberenkonferenz (DOK).
Bei der Konferenz tauschten die Ordensfrauen ihre Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit aus. Viele Gemeinschaften beherbergen in ihren Klöstern teils schon seit mehreren Jahren Asylsuchende. "Es ist selbstverständlich, dass wir als Orden uns für die Schwachen und  Schutzbedürftigen stark machen", erklärte die Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen, Schwester Katharina Ganz. Ordensfrauen setzten sich auf allen Ebenen für die Bekämpfung von Fluchtursachen ein. Das Thema Bildung sei dafür entscheidend, außerdem müssten die Waffenexporte aus Europa endlich aufhören.

KNA

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