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Papst zu Allerheiligen: Heilige sind keine perfekten Menschen

Katholiken in aller Welt haben am Mittwoch das Fest Allerheiligen gefeiert. Dabei gedachten sie der Verstorbenen, besuchten Friedhöfe und schmückten Gräber. Allerheiligen gilt als einer der Höhepunkte im Kirchenjahr. Das Fest gehört neben Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Christi Himmelfahrt zu den katholischen Hochfesten.

Papst Franziskus sagte am Mittwoch auf dem Petersplatz, Heilige seien keine perfekten Modelle, sondern einfach Menschen, die "von Gott durchströmt" seien und "das Licht Gottes in ihr Herz aufgenommen und es an die Welt weitergegeben" hätten.

Als "Zutaten für ein glückliches Leben" bezeichnete Franziskus die Seligpreisungen der Bergpredigt. Wahres Glück liege nicht in Besitz oder Status, sondern darin, "aus Liebe zu leben". Selig sei in diesem Sinn, wer für Gott Raum schaffe, wer fremde und eigene Fehler beweinen könne, für Gerechtigkeit kämpfe, barmherzig sei, die Reinheit des Herzens bewahre und Böses mit Gutem vergelte.

Ursprünglich war der 1. November kein Tag des Totengedächtnisses, sondern ein Festtag, der an die Auferstehung und an die unbekannten Heiligen erinnert. Eigentlicher Totengedenktag in der katholischen Kirche ist der Allerseelentag. In der evangelischen Kirche wird Allerheiligen nicht gefeiert, da es keine Heiligenverehrung gibt. Die Protestanten gedenken am Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ihren Toten. Dieser findet immer am Sonntag vor dem ersten Advent statt.

Allerheiligen ist in fünf Bundesländern gesetzlicher Feiertag - und zwar in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

KNA

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