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Pest grassiert in Madagaskar

Der jüngste Ausbruch der Pest in Madagaskar fordert ungewöhnlich viele Todesopfer. Im Vergleich zu vergangenen Ausbrüchen sei sehr schnell viele Menschen an der Krankheit gestorben, sagte August Stich vom Missionsärztlichen Institut in Würzburg am Donnerstag.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO starben seit August 24 Menschen; 131 infizierten sich. Zugleich warnte der Experte vor Hysterie. Die Chancen, den Ausbruch einzudämmen, seien gut. Für Touristen bestehe keine Gefahr.

Nach Worten Stichs breitet sich nicht nur die Beulen-, sondern auch die Lungenpest aus. Das erhöhe die Ansteckungsgefahr über Tröpfcheninfektionen. „Bei der Beulenpest sind erst die Lymphknoten der Menschen betroffen und schwellen an. Erst danach breitet sich die Krankheit weiter im Körper aus und trifft die Lunge.“ Die Lungenpest dagegen sei besonders gefährlich für die Betroffenen, weil sie binnen 24 Stunden zum Tod führen könne.

Mit Antibiotika sei die Pest recht einfach zu behandeln, betonte der Fachabteilungsleiter an der Missionsklinik in Würzburg. Es brauche dazu aber eine medizinische Versorgung, wie sie in Madagaskar nicht gewährleistet sei. Der Inselstaat vor der afrikanischen Ostküste zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.  KNA

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