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Protest gegen kirchenfeindliches Theaterstück in Warschau

Gegen eine Schändung christlicher Symbole in einer Warschauer Theater-Inszenierung protestieren die katholische Kirche und nationalkonservative Politiker in Polen. Das Stück "Fluch" (Klatwa) habe "Merkmale der Gotteslästerung", sagte der Sprecher der Bischofskonferenz, Pawel Rytel-Andrianik, am Dienstag. Die Aufführung entweihe das Kreuz und verletze religiöse Gefühle von Christen.

Dominik Tarczynski, Abgeordneter der regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), erstattete Strafanzeige wegen des Vorwurfs der Verletzung religiöser Gefühle und des öffentlichen Aufrufs zu einem Verbrechen. "Niemand würde es wagen, so mit Muslimen oder Juden umzugehen", sagte er dem Nachrichtensender TVP Info. In dem Theaterstück wird Berichten zufolge Geld für die Ermordung des PiS-Vorsitzenden Jaroslaw Kaczynski gesammelt. Parteisprecherin Beata Mazurek forderte die Streichung der öffentlichen Gelder für das Allgemeine Theater (Teatr Powszechny), wo das Stück am Wochenende Premiere feierte. Die Inszenierung verletze die Prinzipien der Kultur.
"Neben religiösen Symbolen wird auch die Person des heiligen (Papstes) Johannes Paul II. beleidigt, was für Polen besonders schmerzhaft ist", so der Bischofskonferenz-Sprecher. Die Inszenierung des kroatischen Regisseurs Oliver Frljic stifte zudem zum Hass gegen Menschen an und beleidige die Flagge des Vatikan. Rytel-Andrianik rief zum Gebet für die Beendigung der Gotteslästerung auf. Das Böse solle mit Gutem überwunden werden.
In der Aufführung stellt eine Schauspielerin Oralsex mit einer Johannes-Paul-II.-Figur dar. In einer Szene wird die Papststatue an einem Strick aufgehängt und an ihr das Schild "Verteidiger von Pädophilen" befestigt. Der staatliche polnische Rundfunk beendete aus Protest gegen die Inszenierung seine Medienpartnerschaft mit dem Theater. Die Oppositionsabgeordnete Joanna Scheuring-Wielgus zeigte sich von dem Stück hingegen so angetan, dass sie am Mittwoch auch die zweite Aufführung besuchen wolle.

KNA

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