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Steinmeier gedenkt US-Opfern - Bischöfe beklagen Waffen-Problem

Die katholischen Bischöfe der USA trauern um die 26 Toten nach dem Überfall auf eine Baptisten-Kirche in Texas und beklagen zugleich ein „fundamentales Problem“ in der US-Gesellschaft: „Eine Kultur des Lebens darf sinnlose Waffengewalt in all ihren Formen nicht tolerieren und muss diese verhindern“, schrieb der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Daniel DiNardo, in einer ersten Reaktion am Sonntag. Das „unvergleichlich tragische Ereignis“ lasse die lange Reihe von Massenerschießungen weiter anwachsen, beklagte DiNardo weiter.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bezeichnete das Attentat am Montag als „furchtbare Gewalttat“ und sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus. „Wir sind in Gedanken bei unseren amerikanischen Freunden“, sagte er und wünschte den Verletzten baldige Genesung.

Am Sonntagmittag (Ortszeit) hatte ein bewaffneter ganz in Schwarz gekleideter 26-Jähriger in dem kleinen Ort Sutherland Springs in Texas während des Gottesdiensts eine Baptisten-Kirche betreten und das Feuer auf die Besucher eröffnet. Nach Medienberichten hatten die Opfer in der kleinen Kirche keine Chance, dem Angreifer zu entgehen. Behörden sprechen derzeit von 26 Todesopfern und mehr als 20 Verletzten. Der Täter selbst sei geflüchtet und später nach einer Schießerei Tod in seinem Auto gefunden worden, berichteten US-Medien weiter. Demnach bestätigte die US-Luftwaffe, dass der Mann aus dem Militärdienst unehrenhaft entlassen worden war. Derzeit sehen die Ermittler kein rassitisches Motiv.

„Wir beten für die Opfer und die Angehörigen, für unsere baptistischen Brüder und Schwestern und für alle Menschen in Sutherland Springs und stehen an ihrer Seite in Zeiten dieser schrecklichen Tragödie“, schrieb Kardinal DiNardo weiter.

US-Präsident Donald Trump twitterte während seines Besuchs in Japan: „Möge Gott an der Seite der Menschen in Sutherland Springs sein.“ In einer Pressekonferenz auf der Reise sprach er von einem „entsetzlichen Verbrechen“ und einer „Tat des Bösen“, inmitten eines heiligen Gottesdienstes.

KNA

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