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Studie: Anteil der Orthodoxen unter den Christen nimmt ab

Weltweit nimmt einer Studie zufolge der Anteil der Orthodoxen unter den Christen ab, während der Anteil der Katholiken und Protestanten wächst. Während die Orthodoxie in den vergangenen hundert Jahren außerdem weitgehend in Europa konzentriert geblieben sei, habe sich der Katholizismus und Protestantismus außerhalb des Kontinents ausgedehnt, heißt es in der am Mittwoch (Ortszeit) vom Washingtoner Forschungsinstituts Pew veröffentlichten Studie.

Heute sind demnach noch 12 Prozent der Christen auf der ganzen Welt orthodox, während es vor hundert Jahren noch 20 Prozent gewesen seien. Dagegen stieg der Anteil der Katholiken unter den Christen weltweit im Zeitraum von 1910 bis 2010 von 47 auf 50 Prozent und der Anteil der Protestanten - und anderer vom Pew-Institut hier mit einbezogener Gruppen wie Mormonen und Zeugen Jehovas - von 32 auf 38 Prozent.

In absoluten Zahlen hat sich die orthodoxe christliche Bevölkerung auf der ganzen Welt zwar innerhalb von hundert Jahren mehr als verdoppelt. Sie liege jetzt bei fast 260 Millionen - davon allein in Russland mehr als 100 Millionen. Trotz dieser Zunahme der absoluten Zahlen sei der Anteil der orthodoxen Christen an der gesamten Christenheit aber rückläufig, weil die Zahl der Protestanten und Katholiken noch stärker gewachsen sei.

Auch die geografische Verteilung der Orthodoxie veränderte sich in den vergangenen hundert Jahren deutlich. Im Jahr 1910 konzentrierten sich die drei Hauptzweige des Christentums Orthodoxie, Katholizismus und Protestantismus noch in Europa. Heute leben hingegen fast vier von fünf orthodoxen Christen (77 Prozent) auf dem „alten Kontinent“. Im Gegensatz dazu leben nur noch etwa ein Viertel der Katholiken (24 Prozent) und ein Achtel der Protestanten (12 Prozent) in Europa, verglichen mit etwa 65 beziehungsweise 52 Prozent im Jahr 1910.

KNA

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