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Südafrikas Kirchen rufen zu Protesten gegen Präsident Zuma auf

Südafrikas Kirchenvertreter haben anlässlich eines Misstrauensvotums gegen Staatspräsident Jacob Zuma zu Protesten aufgerufen. Bei Demonstrationen am Montag und Dienstag sollten die Menschen für die Absetzung des umstrittenen Staatschefs eintreten, forderten mehrere Religionsführer gemeinsam mit Gewerkschaften und Aktivisten am Wochenende. Das Parlament in Kapstadt soll am Dienstag über Zumas Zukunft entscheiden.

"Geht zum Parlament und überzeugt die öffentlichen Vertreter, das Richtige zu tun und Südafrika vor der Situation zu retten, in der es sich befindet", sagte der Präsident des Südafrikanischen Kirchenrats (SACC), Bischof Ziphozihle Siwa, in einer Videobotschaft. Das Volk müsse "über Parteipolitik hinauswachsen" und vereint gegen Korruption eintreten. Der Botschaft des Methodisten-Führers folgte ein Aufruf des anglikanischen Erzbischofs von Kapstadt, Thabo Makgoba. Er rief die Südafrikaner auf: "Geht und verlangt, dass die Abgeordneten beim Misstrauensantrag mit ihrem Gewissen abstimmen."
Am Dienstag kommt es in Südafrikas Parlament zum bereits achten Misstrauensvotum gegen Zuma. Die Opposition hatte den Antrag eingebracht, nachdem der Präsident im April fünf Minister entlassen und 20 Kabinettspositionen neu besetzt hatte. Die Landeswährung Rand brach daraufhin kurzfristig ein.
Unterdessen wurden weitere Korruptionsvorwürfe laut, etwa eine Beeinflussung von Südafrikas Politik durch Zumas Geschäftspartner. Die Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) warnte seine Abgeordneten im Vorfeld, gegen den Parteichef zu stimmen. Bei Protesten in Johannesburg und Kapstadt werden am Wochenbeginn mindestens 30.000 Demonstranten erwartet.

KNA

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