NACHRICHTEN

Trauerlaubnis für Ordensfrau - "Keine Geste von Franziskus"

In der kanadischen Diözese Rouryn-Norand hat eine Ordensfrau mit vatikanischer Sondergenehmigung eine katholische Trauung geleitet. Englischsprachige Medien deuteten den Vorgang als eine besondere Geste von Papst Franziskus, um die Stellung der Frau in der Kirche zu stärken. Dagegen betonte der zuständige Ortsbischof Dorylas Moreau im Gespräch mit der US-Presseagentur CNS (Mittwoch Ortszeit), es handele sich um eine seit langem bestehende Regelung des Kirchenrechts.

Nach katholischem Kirchenrecht können Bischöfe per vatikanischer Sondergenehmigung Laien mit der Leitung einer Trauungszeremonie beauftragen, wenn es vor Ort zu wenig Priester gibt. Diese Beauftragung bedarf der ausdrücklichen Bestätigung der Gottesdienstkongregation. Gegenseitige Spender des Ehesakraments sind die Brautleute selbst. Im Regelfall leitet ein Priester oder Diakon die Trauungszeremonie.
Schwester Pierette Thiffault hatte Ende Juli im Auftrag von Bischof Moreau eine Trauung geleitet. Sie hatte das Paar zuvor auch auf die Spendung des Ehesakramentes vorbereitet. Die Ordensfrau sagte zu CNS, die Trauung sei eine "neue Erfahrung" für sie gewesen. Wenn es gut für die Diözese sei, werde sie die Aufgabe gern wieder übernehmen.
Die Diözese Rouryn-Norand liegt im Norden der kanadischen Ostprovinz Quebec. Der Bischof hat nach eigenen Angaben 16 Priester, die mehr als 24.000 Quadratkilometer teils schwer zugänglichen Gebietes zu betreuen haben. Die Genehmigung für Schwester Pierette habe er Monate im Voraus beantragt und auch erhalten.

KNA

Heiliger des Tages

Umfragen

Bistum Augsburg

Service

Info-Links