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Woelki legt leidenschaftliches Plädoyer für den Zölibat ab

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat ein leidenschaftliches Plädoyer für den Zölibat abgelegt. Die ehelose Lebensform der Priester bedeute "keine Geringschätzung der Ehe", sagte der Erzbischof in einem Gottesdienst zum Auftakt der Karwoche. "Im Gegenteil! Wir haben mit unserer Entscheidung auf etwas Großes verzichtet, um dem Ruf des Herrn folgend - frei von der Sorge um eine eigene Familie - uns mit ganzer Kraft dem Dienst an der Familie Gottes zu widmen."

Mit ihrer Lebensentscheidung solidarisierten sich die Priester mit den ungezählten Menschen, denen das Glück einer Ehe versagt sei, betonte Woelki. Er verwies auf Menschen, die niemanden haben, "von dem sie geliebt werden, deren Leben in diesem Punkt unerfüllt bleibt". Weil sich die Priester von Gott geliebt wissen, könnten sie solchen Menschen, "denen in ihrem Leben eine solch liebende Beziehung vorenthalten wurde, Vater, Bruder und Freund sein".
Der Erzbischof räumte ein, dass es auch einsame Stunden im Leben eines Priesters gebe. "Aber gehören die denn nicht grundlegend zu einem jeden menschlichen Leben?", fragte Woelki. "Treffen wir auf solche Stunden nicht auch in einer ehelichen Partnerschaft?" Priester seien in einer "sehr existenziellen Weise" dem Leben Jesu nahe, indem sie "an seiner Einsamkeit" und "an seinem Unverstanden-Sein" teilhätten. Dies bedeute aber keine "Verkümmerung unseres Menschseins, sondern eröffnet neue Möglichkeiten echter Freiheit und schöpferischer Liebe".
Zu Jahresbeginn hatten elf Priester aus dem Erzbistum Köln in einem Offenen Brief zu ihrem Goldjubiläum die verpflichtende Ehelosigkeit von Klerikern kritisiert. Der Zölibat führe immer wieder zu fruchtloser Vereinsamung und hilfloser Erfahrung von Einsamkeit.

KNA

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