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Zentralrat der Juden kritisiert ARTE-Reportage über Gazastreifen

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat eine im Fernsehsender ARTE ausgestrahlten Beitrag über den Gazastreifen heftig kritisiert. Die Reportage sei "von Einseitigkeit geprägt" und unterschlage wichtige Informationen, schreibt Schuster in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an den Sender.

Israel werde als Aggressor dargestellt, der allein für die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage der Bevölkerung im Gazastreifen verantwortlich gemacht werde. Die Rolle der palästinensischen Autonomiebehörde und der regierenden radikal-islamischen Hamas werde "gänzlich ignoriert".
Die Reportage trägt den Titel "Gaza: Ist das ein Leben?" und wurde am 22. Juli ausgestrahlt. Der Film strotze von Auslassungen und Falschinformationen und transportiere ein "stark verzerrtes Bild des Nahost-Konflikts", so Schuster. Der israelischen Seite sei keine Möglichkeit eingeräumt worden, Stellung zu den Vorwürfen zu beziehen oder ihre Sicht darzulegen. Er erwarte, dass die Reportage in der vorliegenden Form nicht mehr gezeigt und überarbeitet werde.
Bereits im Juni hatte eine ARD-Antisemitismus-Doku für eine heftige Debatte gesorgt. Sie wurde im Anschluss überarbeitet.

KNA

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