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Umfrage: Mehrheit ist gegen Ladenöffnung an Heiligabend

Bei einer aktuellen Umfrage der „Welt“ haben sich 87,2 Prozent der Befragten gegen eine Ladenöffnung an Heiligabend ausgesprochen. Nur jeder zehnte Deutsche (10,3 Prozent) würde es demnach begrüßen, wenn in diesem Jahr die Geschäfte an Heiligabend geöffnet hätten, obwohl Sonntag ist.

Dabei lehnten mehr Frauen (91 Prozent) als Männer (83,9 Prozent) die Ladenöffnung ab. Zudem war die Ablehnung bei SPD-Anhängern am ausgeprägtesten (91,2 Prozent), gefolgt von den Anhängern der Linken (88,7 Prozent), der Union (88 Prozent), der Grünen (86,2 Prozent), der AfD (85,6 Prozent) und der FDP (81,1 Prozent).

Die Frage lautete „Sollten Geschäfte Ihrer Meinung nach in diesem Jahr an Heiligabend geöffnet haben, obwohl Sonntag ist?“. Das Meinungsforschungsinstitut Civey berücksichtigte für das repräsentative Ergebnis die Antworten von 5.001 Umfrageteilnehmern.

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und andere Kirchenvertreter sind gegen eine Ladenöffnung an Heiligabend. Die KAB beschloss am Montag, gezielt auf Geschäfte zuzugehen und dazu aufzurufen, die Läden geschlossen zu halten.

Hintergrund ist, dass der 24. Dezember in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt. In den meisten Bundesländern sind in diesem Fall Sonderöffnungszeiten zum Beispiel für Lebensmittelmärkte und Bäckereien möglich.

Nachdem zunächst die Discounter Aldi und Penny bekanntgegeben hatten, an Heiligabend ihre Geschäfte nicht zu öffnen, schlossen sich auch einige Bundesländer an. So gaben unter anderem Rheinland-Pfalz und Hessen bekannt, auf den verkaufsoffenen Sonntag - mit wenigen Ausnahmen - zu verzichten.

KNA

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