An Karfreitag hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, das Kreuz im Christentum als kostbar gewürdigt. Es sei das "Glaubenssymbol schlechthin für Christinnen und Christen; ein Heilmittel, das aufrichtet und Trost schenkt", sagte Bätzing laut vorab verbreitetem Predigttext im Limburger Dom.
Die Kirchenführer in Jerusalem haben zu Gottvertrauen und Erneuerung aufgerufen. "Die ganze Welt lebt zurzeit in einem Zustand von Angst, Sorge und Ungewissheit angesichts der Covid-19-Pandemie", heißt es in der am Donnerstag vom Lateinischen Patriarchat in Jerusalem verbreiteten gemeinsamen Osterbotschaft der Kirchen im Heiligen Land. Die Auferstehung sei aber die Gewissheit, dass auch inmitten von Tod und Leiden Gott da sei.
An der ökumenischen Aktion "Deutschland betet gemeinsam" haben sich laut Organisatoren mehr als 500.000 Menschen beteiligt. "Ich staune und bin extrem dankbar", teilte der katholische Theologe Johannes Hartl am Donnerstag in Augsburg mit. Der Chef des Augsburger Gebetshauses leitete am Mittwochabend das Gebet in der Corona-Krise. Tenor sei gewesen, "Licht ins Dunkel zu bringen, Verbundenheit statt Isolation, Hoffnung statt Angst", hieß es vom Gebetshaus weiter.
Ostersonntag ohne den Osterräderlauf: Für den Lügder Dechenverein, der die Traditionsveranstaltung ausrichtet, ist das unvorstellbar. Jahr für Jahr sind Tausende von Menschen dabei, wenn sechs brennende Riesenräder vom Lügder Osterberg ins Tal der Emmer rollen. Weil das 2020 nicht möglich ist, geht der Räderlauf online – und zwar um Punkt 21 Uhr am Ostersonntag, den 12. April: Die Osterräderlauf-Kanäle bei Youtube, Facebook und Instagram zeigen einen Film, der kurzfristig für die Osternacht 2020 gedreht wurde. Er enthält Bilder des Räderlaufs 2019 und aktuelles Material, mit dem die Dechen ein Zeichen für Solidarität und Gemeinschaft setzen wollen. Sichtbare und hörbare Signale des Räderlaufs wird es in Lügde auch geben: Wie immer um 21 Uhr läuten die Kirchenglocken von St. Marien und das Osterkreuz leuchtet in die Nacht. Vielleicht geht auch ein Wunsch der Dechen in Erfüllung: Die Lügder singen an ihren Fenstern mit, wenn zum Ende des Films das Dechenlied (mit Untertiteln) angestimmt wird.
Oberministrant Benjamin Nägele aus Ottobeuren hat für alle Ministranten und für interessierte Kinder und Jugendliche ein Paket für die Vorbereitung auf Ostern und für die ganzen Osterferien zusammengestellt.
Pater Gregor Geiger OFM stammt aus Baden-Württemberg. Seit 20 Jahren lebt der Franziskaner in Jerusalem. Der Autor des Pilgerführers „Im Land des Herrn“ unterrichtet an der Ordens-Hochschule „Studium Biblicum Franciscanum“ in der Jerusalemer Via Dolorosa Hebräisch und Aramäisch. Im Interview spricht der 50-Jährige über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Heiligen Stätten.
KIRCHHASLACH/WEISSENHORN – Kaplan Johann Baptist Pater erschien das Heilige Grab in der prächtigen Pfarr- und Wallfahrtskirche von Kirchhaslach allzu erbärmlich. So beginnt eine tragische Geschichte, die sich an einem Gründonnerstag Mitte des 18. Jahrhunderts ereignete.
URSBERG – Um der Coronavirus-Pandemie wirkungsvoll zu begegnen, mussten die Einrichtungen des Ursberger Dominikus-Ringeisen-Werks (DRW) zur Selbsthilfe schreiten: Weil sich die erhoffte Hilfe von staatlicher Seite als unzureichend erwies, begann man selbst damit, Mund-Nase-Masken zu nähen, um die Gesundheit von Bewohnern und Mitarbeitern zu schützen.
KIRCHHASLACH/WEISSENHORN – Kaplan Johann Baptist Pater erschien das Heilige Grab in der prächtigen Pfarr- und Wallfahrtskirche von Kirchhaslach allzu erbärmlich. So beginnt eine tragische Geschichte, die sich an einem Gründonnerstag Mitte des 18. Jahrhunderts ereignete.
AUGSBURG – Das Bistum Augsburg legt einen zunächst mit zehn Millionen Euro dotierten Corona-Hilfsfonds für Pfarreien und kirchliche Einrichtungen auf. Der ernannte Bischof Bertram Meier erklärte am Donnerstag, er sehe sich in der Verantwortung, den Pfarrgemeinden und kirchennahen Institutionen zu sagen: "Wir stehen Euch in der jetzigen Situation, die viele Unwägbarkeiten birgt, solidarisch zur Seite. Macht Euch keine Sorgen über die Finanzierbarkeit laufender Projekte." Meier ergänzte, er wolle "eine Art Bistumsschirm aufspannen, der dazu beiträgt, die Solidarität und Hilfsbereitschaft zu stützen und zu fördern".
DIESSEN – Über Jahrzehnte ist der Todestag von Carl Orff, der 29. März 1982, auf dem Heiligen Berg mit Werken von Orff und mit einem gesellschaftlichen Anlass gefeiert worden. „Heuer drehen wir das um und feiern seinen Geburtstag, der sich am 10. Juli zum 125. Male jährt“, freut sich die Generalsekretärin der Carl-Orff-Stiftung, Judith Janowski.
Der Deutsche Hebammenverband rät Schwangeren davon ab, wegen der Corona-Pandemie die Geburt von der Klinik in das eigene Zuhause zu verlegen. "Die Klinik ist ein sicherer Ort, um zu gebären", sagte die Beirätin für den Angestelltenbereich im Deutschen Hebammenverband, Andrea Ramsell. Für Hausgeburten stünden ohnehin nur "bedingt Kapazitäten zur Verfügung".
Erstmals wird es ein gemeinsames "Wort zum Sonntag" von katholischer und evangelischer Kirche geben. Eine solche ökumenische Kooperation gab es in der bald 70-jährigen Geschichte der ARD-Sendung bisher nicht, wie die katholische Deutsche Bischofskonferenz gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie der ARD am Dienstag mitteilte. Der Grund dafür sei die besondere Situation wegen der Corona-Pandemie.
In der Destillerie von Kloster Ettal sollen in Kürze statt Likören Desinfektionsmittel hergestellt werden. Wie der ”Münchner Merkur” berichtete, haben sich die Mönche darauf mit dem Kreisklinikum Garmisch-Partenkirchen verständigt, wo Engpässe befürchtet werden.
Vorerst bis nach Ostern sollen die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen noch dauern, um das Coronavirus einzudämmen. Notwendiges wie Arztbesuche und Lebensmittelkäufe sind erlaubt, andere Gänge sollen möglichst vermieden werden. Wofür verlassen Sie noch das Haus?
Zu Ostern haben die deutschen Bischöfe erneut die Notwendigkeit betont, aufgrund der Corona-Pandemie keine öffentlichen Gottesdienste zu feiern. Ist diese Einschränkung berechtigt oder hätte man wenigstens für Ostern eine Ausnahme machen sollen?
Papst Julius war dadurch entscheidend an der Bekämpfung der arianischen Irrlehre beteiligt, dass er Athanasius als rechtmäßigen Oberhirten von Alexandrien unterstützte. Er starb 352 und wurde bereits zwei Jahre später in den römischen Kalender aufgenommen.
REGENSBURG (pdr/sm) – Mit dem Palmsonntag eröffnet die Katholische Kirche die große heilige Woche. Auch im Regensburger Dom St. Peter feierte Bischof Rudolf Voderholzer die heilige Messe. Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise entfiel jedoch die traditionelle Prozession, Bischof Rudolf zelebrierte alleine und ohne Öffentlichkeit. Das Pontifikalamt konnten die Gläubigen aber im Livestream über das Internet und via Fernsehen (TVA) mitfeiern.
BERATZHAUSEN (pdr/sm) – Wenn die Glocken nach den letzten Akkorden des „Gloria“ beim Gottesdienst am Gründonnerstagabend bis zum „Ehre sei Gott“ in der Osternacht (am Karsamstagabend oder am frühen Morgen des Ostersonntags) verstummen, treten zum Bekanntmachen der kirchlichen liturgischen Feiern traditionell die Karfreitagsratschen an die Stelle der Glocken. In Beratzhausen hat der Schreiner Josef Meier nach den Mustern vorhandener Ratschen im Laufe der Jahre über 20 neue Geräte hergestellt und diese verschiedenen kirchlichen Einrichtungen gestiftet.
REGENSBURG (pdr/sm) – Am 4. Fastensonntag hat Bischof Rudolf Voderholzer die Heilige Messe im Regensburger Dom St. Peter zelebriert. Aufgrund der Corona-Epidemie konnte das Pontifikalamt nicht öffentlich gefeiert werden. Mit Bischof Voderholzer feierten lediglich die Mitglieder des Domkapitels. Über einen Livestream im Internet und das regionale Privatfernsehen konnten sich die Gläubigen jedoch geistlich der Feier anschließen. Pfarrer Christian Burkhardt übersetzte während des Gottesdienstes alle Texte simultan in Gebärdensprache.
REGENSBURG (pdr/sm) – Auch für das kirchliche Leben im Bistum Regensburg bringt die Corona-Pandemie drastische Einschränkungen. Nach dem Ausrufen des Katastrophenfalls in Bayern am vergangenen Montag hat Generalvikar Michael Fuchs in Fortschreibung bestehender Hinweise an die Seelsorger im Bistum weitere Anordnungen getroffen.
Künstler und Handwerker haben über Jahrhunderte Kirchengebäude und Kunstwerke geschaffen. Heute treten neben den Auftrag, Neues zu schaffen, die oft aufwendigen Arbeiten zum Erhalt von Kunst und Bausubstanz.
Gemeinnützige Organisationen leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag für eine lebenswerte Gesellschaft. Sie sorgen für kranke und Not leidende Menschen, helfen im Katastrophenfall, fördern die nachhaltige Entwicklung in armen Regionen oder kämpfen für den Erhalt der Umwelt. Ohne Spenden und Zuwendungen wäre das alles nicht möglich. Auch ein Testament kann helfen – und macht damit die Welt ein bisschen besser.
Der 13. September ist „Internationaler Tag des Testaments“. Er wurde 2011 von gemeinnützigen Organisationen ins Leben gerufen, um auf die Möglichkeit einer Testamentsspende aufmerksam zu machen. Der Tag bietet Gelegenheit, sich mit dem Thema Erben und Vererben zu befassen.
Eine Themenführung der besonderen Art gibt es im Sommer in der Wallfahrtsstadt Altötting zu erleben. „Wir haben uns überlegt, dass wir mit unserer Idee einmal alle Sinne des Menschen ansprechen und auf diese Weise unsere Heimat etwas anders erlebbar machen“, sagt Tourismusdirektorin Ulrike Kirnich. Die Entdeckungsreise durch den Gnadenort ist ein fein abgestimmtes Menü für Gaumen, Augen, Ohren und fürs Herz.
Durch den technischen Fortschritt wird die Welt immer schneller, flexibler und globaler. Auch für die Personalabteilung wird die Digitalisierung zu einem zunehmend zentralen Thema. So ist beispielsweise die Entgeltabrechnung ohne massive technische Unterstützung gar nicht mehr vorstellbar, ebenso wie das komplexe gesetzliche Meldewesen zwischen Arbeitgebern, Sozialversicherungsträgern, der Finanzverwaltung und anderen Behörden.
"Als Jesus in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Bewegung." So hat der Evangelist die heutige Szene kommentiert (Mt 21,10). Im Rückblick wissen wir, wohin diese Bewegung führte: vom "Hosianna" zum "Kreuzige ihn!", vom "Bad in der Menge" zur "Hetze der Masse". Der Bogen der Erniedrigung, der bei der Krippe seinen Anfang nahm, spannt sich aus nach Golgotha, wo das Kreuz steht. Golgotha liegt nicht nur in Jerusalem. Golgotha ist nah – nah bei uns. Und das Kreuz heißt Corona.
Das Wochend-Journal der Augsburger Allgemeinen titelte: „Bio für alle – Ökoboom. Die Nachfrage steigt und steigt und macht aus der runzligen Rübe von einst ein Massenprodukt“. Der Bioboom ist mehr als Mode. „Bios“ heißt Leben. Es ist die Sehnsucht nach Leben, die uns Menschen treibt, mehr Geld auszugeben, damit Leben gesund ist und zugleich Freude macht. Wie sich die Zeiten geändert haben!
„Höre, nimm an, erfülle!“ Mit diesem Dreiklang aus der Vorrede zu seiner Mönchsregel hat der hl. Benedikt ein geistliches Programm aufgestellt, wie es kürzer und prägnanter kaum geht. Erweitern wir die drei Stichworte auf den ganzen Text, dann lautet er so: „Höre, mein Sohn, auf die Lehren des Meisters und neige das Ohr deines Herzens. Nimm die Mahnung des gütigen Vaters willig an und erfülle sie durch die Tat.“ (RB Prol 1) Dieser Dreiklang ist mehr als ein Lebensmotto für jene, die sich der Regel des hl. Benedikt verschrieben haben. Es ist eine Melodie für alle, die ein geistliches Leben führen wollen. So dürfen wir heute an diesem Tag des Abschieds das Leben von Bischof Viktor Josef Dammertz in diesem Dreiklang noch einmal neu zum Strahlen bringen, verbunden mit der Frage: Was würde uns Viktor Josef jetzt predigen, wenn er an meiner Stelle hier stehen und noch einmal das Wort an uns richten könnte?
Auch in diesem Jahr gewährt uns der Herr eine besondere Zeit der Vorbereitung, damit wir mit erneuertem Herzen das große Geheimnis des Todes und der Auferstehung Jesu feiern können, das Fundament des christlichen Lebens für den Einzelnen wie für die Gemeinschaft. Wir müssen mit unserem Geist und unserem Herzen ständig zu diesem Geheimnis zurückkehren. Tatsächlich hört es nicht auf, in uns in dem Maß zu wachsen, in dem wir uns von seiner geistlichen Dynamik ergreifen lassen und ihm mit einer freien und großzügigen Antwort anhangen.
Die Feier der drei österlichen Tage (Triduum paschale) ist das höchste und älteste Fest der gesamten Christenheit. An ihm feiern wir die Auferstehung unseres am Kreuz gestorbenen Erlösers: Auferstehung Jesu Christi bedeutet nichts weniger als die endgültige Überwindung des Todes, – neuschöpferisches Handeln Gottes gleichsam, das ein Leben in ungeahnter Qualität verheißt (vgl. Röm 6,4; 2 Kor 5,17). Der Glaube an die Auferstehung von den Toten und das ewige Leben in Gottesgemeinschaft bildet den Kern unseres christlichen Glaubens.
ROM (KNA) – Vor dem Hintergrund des Missbrauchsskandals hat Papst Franziskus Priestern weltweit den Rücken gestärkt und sie vor Resignation gewarnt. Viele von ihnen würden lächerlich gemacht oder für Vergehen beschuldigt, die sie nicht begangen hätten. In dieser Situation brauchten sie Ermutigung und Unterstützung durch ihre Bischöfe, heißt es im Brief des Papstes. Weltweit arbeiten nach Vatikanangaben 414 600 Priester.
Mit einem Brief an alle Katholiken in Deutschland hat sich Papst Franziskus zum geplanten „synodalen Weg“ der Kirche in der Bundesrepublik geäußert. Einerseits unterstützt er die Kirche in Deutschland und den Weg, den die Bischöfe einschlagen. Gleichzeitig weist der Papst jedoch auf Gefahren und Probleme hin.
Unter dem Titel „Vos estis lux mundi – Ihr seid das Licht der Welt“ hat Papst Franziskus ein neues Motu Proprio veröffentlicht. Darin geht es um die Meldepflicht für Missbrauchsfälle, um verpflichtende Anlaufstellen in jedem Bistum und um den Umgang mit Vorwürfen gegen Bischöfe. Ein Motu propio ist ein kirchenrechtlich relevanter Beschluss.