Ein "Marsch für das Leben" findet am Samstag zum 17. Mal durch das Zentrum Berlins statt. Die sich gegen Abtreibungen und aktive Sterbehilfe richtende Kundgebung beginnt um 13 Uhr beim Brandenburger Tor, wie der veranstaltende Bundesverband Lebensrecht (BVL) ankündigte. Es folgt ein Demonstrationszug von bis zu drei Kilometern Länge, der mit einem ökumenischen Gottesdienst endet. In einem Grußwort übermittelte der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterovic, den Dank von Papst Franziskus an die Teilnehmer.
Die katholischen Bischöfe Deutschlands treffen sich ab Montag zu ihrer traditionellen Herbstvollversammlung in Fulda. An ihr nehmen die 68 Kardinäle, Diözesanbischöfe und Weihbischöfe unter Leitung des Vorsitzenden, des Limburger Bischofs Georg Bätzing, teil. Coronabedingt tagen die Bischöfe bis Donnerstag erneut nicht im Priesterseminar, sondern im Stadtschloss in Fulda. Erstmals nimmt die neue Generalsekretärin der Bischofskonferenz, Beate Gilles, an den Beratungen teil.
Trotz Pflichtverletzungen bleibt der Hamburger Erzbischof Stefan Heße im Amt. Papst Franziskus lehnte das Rücktrittsgesuch des 55-Jährigen ab, wie die Botschaft des Papstes in Deutschland am Mittwoch in Bonn mitteilte. Das stieß auf Lob und teils heftig Kritik.
Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen sind seit jeher von Mythen und Geheimnissen umrankt. Sie galten als wichtige Wegmarken im bäuerlichen Jahreslauf, bezeichneten zentrale Feste oder wurden als Geburtstage von Göttern gefeiert. Das Äquinoktium, das jetzt am 22. September den kalendarischen Herbstanfang markiert, war schon vor rund 4000 Jahren von Bedeutung.
Auf dem Mittelberg im heutigen Sachsen-Anhalt konnte ein Priester – vielleicht war es auch ein Fürst – auf einem seltsamen runden Instrument das Datum der Herbst-Tagundnachtgleiche ablesen. Zur Sommersonnenwende hatte er die Scheibe auf den rund 85 Kilometer entfernten Brocken ausgerichtet – an jenem Tag ging die Sonne genau hinter dem sagenumwobenen höchsten Berg des Harzes unter.
1991 erschütterten fremdenfeindliche Ausschreitungen in der sächsischen Stadt Hoyerswerda ganz Deutschland. Sie richteten sich zunächst gegen vietnamesische Markthändler, dann gegen Vertragsarbeiter aus Mosambik und Asylbewerber. Mehrere Dutzend Menschen wurden zwischen dem 17. und 23. September 1991 verletzt. Friedhart Vogel war damals Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Hoyerswerda. Auf der Straße versuchte er zu vermitteln. Im Interview erinnert sich der 80-Jährige an die Ereignisse.
Fast scheint es, als wolle der Mann im Mönchskleid sein Denkmal als Startrampe nutzen, als Basis zum Flug Richtung Himmel. Barfuß nämlich klammert er sich mit beiden Armen an ein großes Kreuz, das ihm als Triebwerk dienen könnte. So jedenfalls verewigte der Schöpfer des Monument vor der Wallfahrtskirche Santa Maria della Grottella im süditalienischen Copertino den größten Sohn der Landgemeinde, der hier im Salento einst mit ekstatischen Flügen von sich reden machte. Als fliegender Pater ging er in die Geschichte ein. Kein Wunder, dass ihn Weltraumfahrer ebenso wie Piloten als Schutzherrn verehren.
Nur wenige Ereignisse teilen die Weltgeschichte so klar in ein Vorher und ein Nachher wie die Terroranschläge vom 11. September 2001: Noch 20 Jahre später werden sich die meisten Leser daran erinnern, was sie gerade taten, als die ersten Meldungen von den Angriffen auf die Zwillingstürme des World Trade Center und auf das Pentagon eintrafen, als die ganze Welt ungläubig die surreal anmutende Live-Berichterstattung verfolgte. Fortan prägte der „Krieg gegen den Terror“ die internationale Politik.
LINDAU – Konfessionsübergreifend ist der bundesweite Tag der Schöpfung am Bodensee gefeiert worden. Erstmals war diese zentrale Feier international geprägt – mit Stationen im deutschen Lindau, im österreichischen Bregenz und im schweizerischen Romanshorn. Bischof Bertram Meier distanzierte sich von der AfD und appellierte, sich nicht von Leugnern des Klimawandels blenden zu lassen.
IGMARSZELL – Verwunschene Tobelbäche, schattige Schluchtwälder, rauschendes Wasser und viele weite Ausblicke – das erwartet Wanderer beim „Brückenschlag über die Leiblach“. Die Halbtagestour entlang des naturnahen Mittelgebirgsflusses, der zwischen Lindau auf deutscher und Hörbranz auf österreichischer Seite in den Bodensee mündet, bietet aber vor allem eins: Grenzerfahrungen aus erster Hand.
LINDAU – Konfessionsübergreifend ist der bundesweite Tag der Schöpfung am Bodensee gefeiert worden. Erstmals war diese zentrale Feier international geprägt – mit Stationen im deutschen Lindau, im österreichischen Bregenz und im schweizerischen Romanshorn. Bischof Bertram Meier distanzierte sich von der AfD und appellierte, sich nicht von Leugnern des Klimawandels blenden zu lassen.
ROM (bc) – Bei seinem Vatikanbesuch als Vorsitzender der Unterkommission für den interreligiösen Dialog der Deutschen Bischofskonferenz wurde Bischof Bertram auch vom Heiligen Vater empfangen.
INGOLSTADT – Wie viele Meter misst die „Heilige Länge Mariens“? Woher weiß der Künstler, wie groß die Gottesmutter war? Spannende Fragen, denen Marion Ruisinger, Leiterin des Deutschen Medizinhistorischen Museums Ingolstadt, nachgegangen ist, nachdem sie auf einer Auktion eine „Heilige Länge Mariens“ für das Museum erworben hatte.
Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) hat den Begriff "Oktoberfest" eingetragen und damit unter Schutz gestellt. Das teilte die Stadt München am Mittwoch mit. Ein von der bayerischen Landeshauptstadt vor fünf Jahren initiiertes Verfahren sei damit erfolgreich abgeschlossen. Europaweit könne sich München nun gegen die Verwendung der Marke "Oktoberfest" in 22 sogenannten Waren- und Dienstleistungsklassen wehren und verhindern, dass Missbrauch auf Kosten der weltbekannten Münchner Veranstaltung und deren Qualitätsanspruch getrieben werde.
Der Regisseur Christian Stückl will ab Januar 2022 wieder mit den Bühnenproben für das Oberammergauer Passionsspiel beginnen. "Das hoffen wir zumindest", sagte der Passionsspielleiter und Intendant des Münchner Volkstheaters am Donnerstag in München. Anlass war die Vorstellung des neuen Hauses und dessen Spielplan.
Der Kartenvorverkauf für den 102. Deutschen Katholikentag im Mai 2022 startet in den kommenden Tagen. Zugleich haben kirchliche Gruppen und Interessierte noch bis Ende September Gelegenheit, ihre Ideen und Vorschläge für eine aktive Teilnahme an der Kirchenmeile und den Abend der Begegnung beim Katholikentag einzubringen.
Die bisherigen katholischen Pfarreien in den mecklenburgischen Städten Güstrow, Bützow und Teterow schließen sich am Sonntag zur neuen Pfarrei "Heilige Familie" zusammen. Damit entsteht eine Seelsorgeeinheit, die flächenmäßig größer als das Saarland ist, wie das Erzbischöfliche Amt Schwerin am Donnerstag mitteilte.
Die Amtszeit von Angela Merkel als Bundeskanzlerin geht zu Ende. Um ihre Nachfolge bemühen sich im Bundestagswahlkampf Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD). Was meinen Sie – wer wird nach den Wahlen am 26. September ins Bundeskanzleramt einziehen?
Per Fahrrad, mit Transparenten und Autobahn-Blockaden machten Klimaaktivisten mobil gegen die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in München. War das berechtigt in Zeiten der Klimakatastrophe? Oder krampfhaft technikfeindlich und völlig übertrieben? Was meinen Sie?
Die Adlige Hildegard gründete als Nachfolgerin ihrer Erzieherin Jutta von Sponheim ein Kloster bei Bingen und verkehrte brieflich mit allen geistlichen und weltlichen Größen. Berühmt wurde die Mystikerin durch ihre schriftlich festgehaltenen Visionen und ihr umfangreiches theologisches und naturkundliches Werk. Erst Papst Benedikt XVI. nahm sie 2012 in den Heiligenkalender auf und erhob sie zur Kirchenlehrerin.
REGENSBURG (pdr/md) – Bischof Rudolf Voderholzer hat im profanierten Kirchenraum von St. Ulrich neben dem Regensburger Dom die Ausstellung „Der göttliche Funke II“ in seiner Funktion als Schirmherr eröffnet. Dort sind bis zum 31. Oktober monumentale Gipsfiguren, Glasarbeiten sowie Lithografien zur Taufe Christi aus der Hand des Künstlers Markus Lüpertz zu sehen. Die Ausstellung soll Initiativimpuls für ein dauerhaft in St. Ulrich als Museum des Bistums Regensburg bleibendes Kunstwerk von Markus Lüpertz sein.
REGENSBURG (pdr/sm) – Mit alternativen Ideen zum Reformprozess „Synodaler Weg“ hat Bischof Rudolf Voderholzer eine eigene Homepage gestartet. Auf der Internetseite www.synodale-beitraege.de sollen laut einer Pressemeldung des Bistums künftig „alternative Texte zum Synodalen Weg zusammengestellt werden“. Den Anfang macht ein 36 Seiten starkes Dokument mit dem Titel „Vollmacht und Verantwortung“.
REGENSBURG/ROHR (mb/sm) – Priester sein: Als in Tschechien noch das kommunistische System herrschte, bedeutete dies ein hartes Leben, gezeichnet von ständig lauernder Gefahr. Um die Treue der Priester zu würdigen, die unter dem kommunistischen System in Tschechien gelitten haben, lädt das Sudetendeutsche Priesterwerk regelmäßig zu einer zusammen mit der Bayerischen Bischofskonferenz, dem Präses der Sudetendeutschen und der Ackermann-Gemeinde organisierten Urlaubswoche in Bayern ein. Kürzlich waren 18 tschechische Priester im Bistum Regensburg zu Gast.
ENSDORF (cw/sm) – Seit 900 Jahren gibt es ein Kloster in Ensdorf. Das Jubiläum feierten am vergangenen Wochenende die Salesianer des Klosters und die Pfarrgemeinde mit Kirchenkonzerten, Festvortrag, Festgottesdienst und einem Tag der offenen Tür.
Ohne Spenden und Zuwendungen könnten viele Hilfsorganisationen und wohltätige Stiftungen nicht existieren. Mit dem Internationalen Tag des Testaments am 13. September wollen gemeinnützige Organisationen auf diese Möglichkeit aufmerksam machen.
Foto: annazuc/Pixabay
Wegen der Corona-Pandemie waren die Museen lange Zeit nicht zugänglich. Jetzt sind die Türen endlich wieder offen. Viele Sonderausstellungen sind verlängert worden.
Museen, Freizeiteinrichtungen, Gaststätten – endlich ist nach der nahezu überstandenen Corona-Pandemie alles wieder geöffnet. Ausflüge sind wieder fast uneingeschränkt möglich.
Ohne Spenden und Zuwendungen könnten viele Hilfsorganisationen und wohltätige Stiftungen nicht existieren. Auch ein Testament zu ihren Gunsten kann ihnen bei ihrer wertvollen Arbeit helfen und so dazu beitragen, dass die Gesellschaft gerechter und die Welt ein wenig besser wird.
Es gibt kein Testament von der Stange. Die Entscheidung, wem man was vererben möchte, kann einem niemand abnehmen. Tatsächlich hat aber noch nicht einmal jeder fünfte Deutsche ein Testament verfasst. Wer verhindern möchte, dass die Erbfolge vom Gesetz bestimmt wird, sollte ein paar Grundregeln beachten, um seinen letzten Willen gültig festzuhalten. Das „Handbuch Testament“ der Verbraucherzentrale bietet dazu hilfreiche Erläuterungen und praktischen Rat sowie wichtige Vorlagen und Formulierungsbeispiele.
Bei seiner apostolischen Reise nach Deutschland im September 2011 hielt Papst Benedikt XVI. bei der Begegnung mit engagierten Christen in Kirche und Gesellschaft eine Ansprache. Er bedankte sich für das Eintreten für Glauben und Kirche und betonte, dass jeder Christ und die Gemeinschaft der Gläubigen zur stetigen Erneuerung der Kirche aufgerufen seien.
Vier Jahre seines jungen Lebens musste der russische Schriftsteller F.M. Dostojewski (1821 –1881) in einem Zwangslager in Sibirien verbringen. Sieben Jahre nach seiner Entlassung schrieb er seine dortigen Erlebnisse in seinen „Aufzeichnungen aus einem Totenhaus“ nieder. Darin erfahren wir von einem jungen Sterbenden, der etwa 25 Jahre alt war, einst hochgewachsen und von edlem Aussehen. Auffallend waren vor allem seine leuchtenden Augen.
Wir sind heute zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Denn was ist das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel anderes als ihr Geburtstag für das Ewige Leben? Wer einer Geburtstagseinladung folgt, der bringt ein kleines Geschenk mit und verbindet damit eine Gratulation. Es fällt nicht leicht, unsere Wünsche für Maria in Worte zu fassen, denn die Mutter Gottes und Mutter der Kirche hat so viele Facetten, dass wir sie gar nicht in einem Atemzug nennen können. Wer Maria ehren will, braucht eine persönliche Beziehung zu ihr.
Über die Wahl der heutigen Lesung freue ich mich sehr: „Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, geschrieben nicht mit Tinte, sondern durch das Wirken des lebendigen Gottes.“ (2 Kor 3,3) Wer mich besser kennt, weiß, warum mir dieser Vers so viel bedeutet. Er ist mein Primizspruch. Im Jahre 1985 bin ich in Exerzitien auf diesen Satz gestoßen. Ich bin über ihn gestolpert, habe ihn im Herzen bewegt und schließlich wählte ich ihn als Motto für meinen Dienst in der Kirche. Ja, ich möchte „ein Brief Christi“ sein.
In der Hauptabteilung III sind wohl manche nervös und unsicher. Mehrfach wurde ich in letzter Zeit mit der Frage konfrontiert: Herr Bischof, wie stellen Sie sich Evangelisierung und Jugendarbeit vor? Was erwarten Sie von unserer Hauptabteilung, die den Titel beibehält: Evangelisierung – Jugend - Berufung? Welche neuen Akzente sollen wir in der Leitung sowie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen?
Einen Hirten „mit dem Herzen eines Vaters“ feiern wir in der kommenden Woche: den hl. Bischof Ulrich. Als sein 62. Nachfolger im Weinberg der Kirche von Augsburg wirken zu dürfen, ist für mich Ehre und Auftrag.
Im ersten Jahr meiner Amtszeit habe ich mich viel mit dem hl. Ulrich beschäftigt. Ich habe über ihn gelesen, nachgedacht und mich gefragt, welche Spuren er gelegt hat, die wir im 21. Jahrhundert miteinander verfolgen sollten. Dabei bin ich auf ein Datum gestoßen, an dem wir uns orientieren können: Am Fest der Unschuldigen Kinder, am 28. Dezember 923, hat Ulrich die Bischofsweihe empfangen. Am 4. Juli 973 ist Ulrich, nach fast einem halben Jahrhundert im bischöflichen Dienst, verstorben.
Liebe Mitbrüder im bischöflichen, priesterlichen und diakonalen Dienst,
liebe Schwestern und Brüder,
wussten Sie, dass der hl. Ulrich als Säugling an einer besonderen Form der Laktose-Intoleranz litt? Mir fiel dieser Umstand bei der Vorbereitung der Predigt erstmals auf, als ich in der ältesten Lebensbeschreibung blätterte, der Vita Sancti Uodalrici des Dompropstes Gerhard von Augsburg, die 993 im Todesjahr des Heiligen auf einer Lateransynode in Rom verlesen wurde und zur Kanonisation des Bischofs durch Papst Johannes XV. führte.
O je! Für die Priesterweihe dieses Evangelium?! Das passt ja wie die Faust aufs Auge. So war mein erster Gedanke, als ich den Text sah, den die Leseordnung für den 13. Sonntag im Jahreskreis vorsieht. Weil aber unsere Weihekandidaten keinen eigenen Vorschlag machten, dachte ich mir: Vielleicht soll es so sein, dass ich als „Stimme des Wortes“ (Wahlspruch!) gerade dieses Evangelium unseren noch Diakonen und Ihnen, liebe Schwestern und Brüder, deuten soll.