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2,5 Kilometer langer Pfad

Meditationsweg mit Stationen zum Nachsinnen führt rund um das Kloster Benediktbeuern


BENEDIKTBEUERN – Kurz vor Beginn des Festakts zur Einweihung des neuen Benediktuswegs in Benediktbeuern kam die Sonne hinter den Wolken hervor, und der Himmel strahlte in den bayerischen Farben weiß und blau. Nachdem es zuvor meist geregnet hatte, meinte Abt Barnabas Bögle aus Ettal scherzhaft, er müsse den Weg und die neue Benediktsstatue eigentlich gar nicht segnen, da beide bereits vom Himmel reichlich Segen bekommen hätten. 

Der Präses der Bayerischen Benediktinerkongregation war nach Benediktbeuern gekommen, um den neu geschaffenen Benediktusweg seiner Bestimmung zu übergeben. Und dies genau am 11. Juli, dem Benediktustag. Der Weg entstand aufgrund einer Initiative der Gemeinde Benediktbeuern, der Pfarrgemeinde St. Benedikt sowie des Klosters der Salesianer Don Boscos. Für die Konzeption und alle Texte am Weg sowie in den Publikationen ist die Journalistin und Buchautorin Petra Altmann verantwortlich.

Sie legte zwölf Stationen mit Impulsen aus der Regel des Ordensvaters Benedikt von Nursia rund um die Klosteranlage fest, an denen Stelen aus heimischem Altholz installiert wurden. Darauf befinden sich auf Acryltafeln Texte zu den wesentlichen Themen, die dem heiligen Benedikt besonders am Herzen lagen und die auch Bezug zu ihrem jeweiligen Standort haben. Darunter finden sich Themen wie das Miteinander der Generationen, die Offenheit gegenüber Fremden, die Achtsamkeit gegenüber der Schöpfung, die Demut, das rechte Maß bei Speise und Trank oder die Balance zwischen Ruhe und Bewegung.

Aus der Lebenserfahrung

Auf dem 2,5 Kilometern langen Meditationsweg ums Kloster taucht man so in eine rund 1500 Jahre alte Schrift ein, die jedem vor Augen führt, dass die Menschen heute nach wie vor die gleichen Themen bewegen wie den Ordensvater Benedikt um das Jahr 540. Denn die Ausführungen auf den Stelen verdeutlichen, dass die Ordensregel zwar ein historischer Text ist, aber dennoch wesentliche Impulse für die Gesellschaft im 21. Jahrhundert enthält. Grundlage seiner Regel war vor allem die Bibel, aber auch bereits vor seiner Zeit verfasste Aufzeichnungen früherer Ordensgründer. 

Besonders wichtig waren ihm zudem die eigene Lebenserfahrung und die Lebensbeispiele vieler Mitbrüder. Dies merkt man beim Lesen der Benediktsregel sehr deutlich: „Diese Regel haben wir geschrieben, damit wir durch ihre Beobachtung in unseren Klöstern eine dem Mönchtum einigermaßen entsprechende Lebensweise oder doch einen Anfang im klösterlichen Leben bekunden.“ (Benedikts Regel, Kapitel 73, 1)

Der Benediktusweg beginnt bei den Infotafeln am Großparkplatz und endet an der Basilika. In westlicher Richtung führt er vorbei an Jugendherberge und Gemeinschaftsgarten, quert dann die Erlebnisbiotope und eine Wiese. Entlang der Klostermauer geht es neben dem Bahngleis zurück. Danach verläuft er durch den Maierhof und folgt dem Meditationsgarten und der Friedhofsmauer bis zur Basilika.

Zusätzlich zu den Texten auf den Stelen kann man über QR-Codes, die auf den Tafeln angebracht sind, weitere Schriftpassagen herunterladen. Alle sind auch als Audiodateien verfügbar und können vor Ort oder an anderer Stelle angehört werden. Dies ist ein zusätzlicher Service für Menschen mit Sehbehinderung. Die Texte sind darüber hinaus über die Homepage der Gemeinde Benediktbeuern unter www.benediktbeuern.de/benediktusweg jederzeit zugänglich.

Benedikts Regel hat das abendländische Mönchstum entscheidend geprägt. Auch in Benediktbeuern wurde in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts ein Kloster gegründet, in dem die Mönche nach seiner Regel lebten. Sie waren bis zur Säkularisation rund 1000 Jahre am Platz. Um 800 schenkte Karl der Große den Mönchen eine Reliquie – die Speiche des rechten Unterarms des Heiligen. Von dieser Zeit an entwickelte sich dieser Ort zu einer Benedikt-Wallfahrtsstätte. Ihm ist auch die Klosterbasilika geweiht. Petra Altmann

Der Benediktusweg beginnt bei den Infotafeln am Großparkplatz und endet an der Basilika. In westlicher Richtung führt er vorbei an Jugendherberge und Gemeinschaftsgarten, quert dann die Erlebnisbiotope und eine Wiese. Entlang der Klostermauer geht es neben dem Bahngleis zurück. Danach verläuft er durch den Maierhof und folgt dem Meditationsgarten und der Friedhofsmauer bis zur Basilika.

Zusätzlich zu den Texten auf den Stelen kann man über QR-Codes, die auf den Tafeln angebracht sind, weitere Schriftpassagen herunterladen. Alle sind auch als Audiodateien verfügbar und können vor Ort oder an anderer Stelle angehört werden. Dies ist ein zusätzlicher Service für Menschen mit Sehbehinderung. Die Texte sind darüber hinaus über die Homepage der Gemeinde Benediktbeuern unter www.benediktbeuern.de/benediktusweg jederzeit zugänglich.

Benedikts Regel hat das abendländische Mönchstum entscheidend geprägt. Auch in Benediktbeuern wurde in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts ein Kloster gegründet, in dem die Mönche nach seiner Regel lebten. Sie waren bis zur Säkularisation rund 1000 Jahre am Platz. Um 800 schenkte Karl der Große den Mönchen eine Reliquie – die Speiche des rechten Unterarms des Heiligen. Von dieser Zeit an entwickelte sich dieser Ort zu einer Benedikt-Wallfahrtsstätte. Ihm ist auch die Klosterbasilika geweiht. Petra Altmann

26.08.2021 - Kunst , Reise , Schöpfung