Mariä Himmelfahrt in Corona-Zeiten

Bildergalerie Maria Vesperbild

Corona zum Trotz feierten Tausende das Hochfest Mariä Himmelfahrt im bekannten schwäbischen Wallfahrtsort Maria Vesperbild. Höhepunkt war das Pontifikalamt am Abend, zu dem der Passauer Bischof Stefan Oster angereist war. Er rief dazu auf, den echten, ganzen Jesus zu suchen – nicht nur den bequemen und weltanschaulich angenehmen, der in eine menschliche Schublade passt. „Der Jesus, der Umkehr predigt, Wunder wirkt und aufersteht“ lasse sich nur bei Maria finden, der Mutter der Kirche. „Ich brauche die Kirche und diejenige, die der Inbegriff der Kirche ist“, sagte der Bischof. Diese Maria könne eine „Atmosphäre der Gnade“ vermitteln und helfe mit, dass ein Stückchen Himmel schon auf Erden beginnen kann. „Deshalb sind Orte wie Maria Vesperbild so wichtig!“ Im Dunkel des Waldes zogen dann rund 500 Pilger mit roten, gelben und blauen Lichtern und der Statue der Muttergottes zum Schlossberg und zurück zur Grotte, deren Blumenteppich in diesem Jahr dem 190. Jubiläum der wundertätigen Medaille gewidmet war. „Es war wunderbar, wir sind im Glauben gestärkt worden“,  freute sich  Wallfahrtsdirektor Erwin Reichart über den gelungenen Verlauf des Wallfahrtstages – trotz Corona-Pandemie. Die Disziplin der Gläubigen und der beherzte Einsatz zahlreicher Ordnungskräfte ermöglichten die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen, die auch vom Landratsamt kontrolliert wurden. Die Kommunion wurde erst im Anschluss an die Prozession unter Corona-Bedingungen in der Wallfahrtskirche gereicht. Den Hygiene-Abstand auf der Waldwiese vor der Grotte und dem Altar markierten Häufchen aus Sägespänen. Ihre Opferspende konnten die Gläubigen in Röhrchen an den Fahnenmasten auf dem Weg zur Grotte stecken, womit ebenfalls ein Schutz vor der Pandemie gewährleistet werden sollte. Das Geld wird dringend benötigt zur Renovierung der Wallfahrtskirche. 

 jm/Fotos: Annette Zoepf