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Bischof Bertram Meier segnete den neuen Kindergarten in Rohrbach

Löwenzahn, der sich entfaltet

ROHRBACH – Sicher nicht als alltäglich bezeichnen kann man die Entscheidung, einen bisher gemeindlichen Kindergarten in kirchliche Hände zu übergeben – wie beim Kindergarten „Löwenzahn“ in Rohrbach (Kreis Pfaffenhofen/Ilm). 

Bischof Bertram Meier segnete die neuen Kindergarten-Gebäude auf Kirchengrund direkt neben der vom Architekten Alexander von Branca entworfenen Kirche Verklärung Christi. „Die Kinder und Jugendlichen sind das wichtigste Gut in unserer Gesellschaft, das es zu schützen und zu fördern gilt“, sagte der Oberhirte des Bistums Augsburg: „Der Name Löwenzahn für diese Stätte kann durchaus in Bezug gesetzt werden zur gleichnamigen Pflanze, die auf fruchtbarem Boden gut heranwachsen und sich zu voller Blüte entfalten kann.“ 

Die ersten Gespräche zwischen der Gemeinde und der Kirche hinsichtlich der Planung des Kindergartens wurden 2017 geführt. Im April 2021 erfolgte der Spatenstich, im September 2021 war Richtfest. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahrs konnten die Kinder und ihre Erzieherinnen heuer die fertigen Gebäude übernehmen. 

Bischof Bertram segnete die neuen Räume. Begeistert waren die Kinder von den kleinen Engelsfiguren, die er für sie als Geschenk mitgebracht hatte. Der Bischof öffnete einen bunten Regenschirm als Symbol für den Schutz Gottes und die Farbenpracht des Lebens. 

Ein Geschenk erhielt auch Alfred Gabriel als Vertreter des Pastoralrats. Kirchenpfleger Fritz Kellermann wurde mit dem silbernen Ulrichskreuz ausgezeichnet. 

Bischof Bertram, der neue Rohrbacher Pfarrer Isaac Shityo und der evangelische Pfarrer Michael Baldeweg aus Wolnzach waren vor und nach der Feierlichkeit in viele Gespräche verwickelt. Zahlreiche Besucher waren gekommen, darunter die stellvertretenden Bürgermeister Hans Vachal und Ralf Hochmuth sowie die Altbürgermeister von Rohrbach, Dieter Huber und Peter Keck. Bürgermeister Christian Keck fehlte wegen einer Corona-Infektion. 

„Der Baukörper folgt an jeder Stelle dem Geländeverlauf. So sind alle Räume perfekt an den Garten und die Freiflächen angepasst und gut erreichbar“, erläuterte Architektin Rita Obereisenbuchner. Dies sei in enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten Norbert Einödshofer geschehen, „mit dem wir immer sehr ähnliche Herangehensweisen haben“.

Ein Dank ging an die maßgeblich am Projekt Beteiligten, die Tragwerksplaner, den Bauausschuss, den Gemeinderat sowie die Kindergartenleiterin Andrea Kronacher und deren Stellvertreterin Birgit Maier. Besonders hervorgehoben wurde die gute Zusammenarbeit mit der Kirchenstiftung, vertreten durch Kellermann und Bürgermeister Keck. 

Der Kindergarten ist ein Holzbau auf einer tragenden Betonplatte. Von der Gesamtfläche mit 5224 Quadratmetern wurden 1570 Quadratmeter überbaut. 1230 Quadratmeter Nutzfläche und 2000 Quadratmeter Spielfläche stehen zur Verfügung. Wichtig für alle Projektbeteiligten war die Einhaltung des Kostenrahmens in Höhe von 5,3 Millionen Euro. Die reinen Bauwerkskosten mit Haustechnik und Ausstattung mit Möbeln haben einen Anteil von 4 Millionen Euro. 

Architektin Rita Obereisenbuchner sprach ein Kompliment an alle beteiligten Mitarbeiter und Unternehmen aus, darunter Ingenieure für Elektkrofachplanung, Haustechnikfachplaner und weitere Handwerker, nahezu alle von heimischen Firmen. Kellermann erhielt ein kleines Geschenk für seine ehrenamtliche Tätigkeit. Zur Freude des Kindergartenpersonals gab es noch ein weiteres Präsent einen Gutschein im Wert von 1000 Euro von den Architekten, Statikern und Planern. 

Erich Engl

06.11.2022 - Bistum Augsburg