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Bischof Bertram feierte mit Schwestern Renovierung der Margaretenkapelle

Schaden nach Brand behoben

MÖDINGEN – Die Renovierung der Margaretenkapelle auf dem Gelände von Kloster Maria Medingen in Mödingen (Kreis Dillingen) bedeutete den Abschluss der Instandsetzungsarbeiten nach dem verheerenden Brand im Juli 2015. Zu diesem Anlass feierte Bischof Bertram Meier mit den Dillinger Franziskanerinnen einen Dankgottesdienst. 

Schwester Elke, die Provinzial­oberin von Kloster Maria Medingen, erinnerte an die vier Leitfragen bei der Renovierung: Was ist erhalten geblieben unter Ruß? Was ist gänzlich zerstört? Wie kann man das Erhaltene wieder sichtbar machen? Wie wurden zur Zeit des Klosterbaus die Farben hergestellt und wie wurden sie gemischt? Immer wieder brauchte es dafür Prüfungen der Ergebnisse. Aber die Restauratoren und Handwerker gaben dabei nicht auf. Schwester Elke dankte ihnen für ihre Geduld. 

Einen großen Beitrag zur Renovierung leisteten auch drei Reinigungsfirmen. Der Versicherungskammer Bayern, dem St. Ulrichswerk und dem Landesamt für Denkmalpflege dankte Schwester Elke für die Finanzierung. Außerdem habe das Kloster zahlreiche Spenden bekommen.

Im Mittelpunkt des Dankgottesdienstes stand das Trösterlein, ein hölzernes Jesuskind. Dieses hatte die selige Margareta Ebner in das Kloster gebracht, als dort noch Dominikanerinnen waren. Auf wundersame Weise wurde es bei dem Brand nicht zerstört. Zu Beginn der liturgischen Feier wurde es in einer Prozession aus der Margaretenkapelle in die Klosterkirche getragen, am Ende gab es eine Prozession zurück. 

Bischof Bertram verband das Medinger Trösterlein mit dem Tröster vom Himmel, dem Heiligen Geist. Leider werde die dritte göttliche Person oft stiefmütterlich behandelt. Der Atem Gottes mache deutlich, dass Gott Beziehung sei. Er mache den Menschen fähig, Gott mit ganzer Kraft zu lieben. Er lasse aber auch Menschen mit Gottes Wort schwanger gehen und befähige sie, sich anderen zuzuwenden und davon zu verkünden. Dies sei gegenwärtig durch die Berührungsverbote der Pandemie schwieriger als sonst, aber dennoch könne man den Mitmenschen Wahrnehmung schenken.

Mit Wehmut

In die Fürbitten mischte sich auch eine wehmütige Note, die mit einem schweren Verlust durch den Brand zu tun hatte. Schwester Gertrud kam durch den giftigen Rauch ums Leben. Sie war Gästeführerin des Klosters und brachte den Besuchern gerne das Leben der Heiligen Franziskus und Klara nahe. Der Bischof bedauerte den tragischen Tod und fand im gleichen Atemzug tröstende Worte. Jetzt habe Schwester Gertrud das Ziel erreicht, zu dem alle von Gott eingeladen seien. 

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Geige und Orgel gestaltet. Auch das Singen von Gemeindeliedern war wieder möglich.

Martin Gah

20.06.2021 - Bistum Augsburg , Orden