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Ein Leben für Gott und die Menschen

Die Diözese Augsburg trauert um Bischof em. Viktor Josef Dammertz

Sankt Ottilien – Im Alter von 90 Jahren ist in der Nacht zum Montag der frühere katholische Bischof von Augsburg, Viktor Josef Dammertz, gestorben. Dies bestätigte der Benediktinerorden am Montag in Sankt Ottilien. Der promovierte Kirchenrechtler stand von 1993 bis 2004 dem Bistum Augsburg vor. Zuletzt lebte er zurückgezogen in der oberbayerischen Erzabtei. Vergangenen September jährte sich seine Profess, also das Ablegen der Ordensgelübde, zum 65. Mal.

Dammertz stammte vom Niederrhein. Der Kaufmannssohn studierte Philosophie und Theologie in Münster, Innsbruck und Rom und promovierte 1957 am Kanonistischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München. Während seiner Amtszeit als Bischof von Augsburg galt er als Mann des Ausgleichs.

Vor seiner Bischofsweihe hatte Dammertz 33 Jahre lang Leitungsverantwortung in seinem Orden. Zunächst war er Generalsekretär der Benediktinerkongregation in der oberbayerischen Erzabtei Sankt Ottilien, anschließend Erzabt (1975-1977) und zuletzt Abtprimas der weltweiten Benediktinerkonföderation in Rom (1977-1992). 

Nach seiner Emeritierung lebte Dammertz erst im Kloster der Benediktinerinnen von Sankt Alban am Ammersee. Zuletzt wohnte er wieder in Sankt Ottilien. Dammertz' Nachfolger als Augsburger Bischöfe waren Walter Mixa (2005-2010) und Konrad Zdarsa (2010-2019). Bereits ernannt als künftiger Bischof ist Bertram Meier.

„Das Alter ist nicht der Schlussakt eines Dramas, sondern nur der Schlussakt der Ouvertüre“, sagte Dammertz einmal. „Das Eigentliche beginnt erst. In einer solchen Haltung des Glaubens und des Vertrauens können wir getrost und mit Freuden der Zukunft entgegensehen.“ 

Seinen Lebensabend verbrachte Dammertz zurückgezogen in seinem Heimatkloster St. Ottilien. Im Juni wäre er 91 Jahre alt geworden.

KNA/red

Hinweis:

Das Pontifikalrequiem für den Verstorbenen wird am kommenden Samstag, 7. März, um 9.30 Uhr im Hohen Dom zu Augsburg gefeiert. Zelebrant wird Kardinal Reinhard Marx sein, Metropolit der Kirchenprovinz München und Freising, und Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz. Die Predigt wird Diözesanadministrator Prälat Dr. Bertram Meier halten. Anschließend wird der Verstorbene im Hohen Dom seine letzte Ruhe finden.

Der Sarg mit dem Verstorbenen wird am Donnerstagabend um 17.30 Uhr mit einer Statio vom Augsburger Domkapitel im Hohen Dom empfangen werden. Anschließend wird um 18.00 Uhr die monatliche Heilige Messe im Anliegen um Berufungen als Requiem des Domkapitels für den verstorbenen Bischof gefeiert werden. Danach wird der verstorbene Diözesanbischof bis Freitagabend in der Gertrudkapelle im nördlichen Chorumgang aufgebahrt sein, damit sich die Gläubigen von ihm verabschieden können. Sie können ihre Trauer dann auch in einem Kondolenzbuch zum Ausdruck bringen.

Am Freitag werden wir im Dom besonders in der Feier des Stundengebetes für unseren Verstorbenen beten. Dazu lädt das Domkapitel alle Gläubigen herzlich ein:
Freitag, 7.00 Hl. Messe für den Verstorbenen

8.00 Feier der Laudes mit dem Domkapitel 12.00 Mittagsgebet
15.00 Rosenkranzgebet in der Marienkapelle 16.30 Kreuzweg der Dompfarrei

18.00 Totenvesper mit dem Domkapitel, anschließend wird der Sarg geschlossen.

Zum Zeichen der Trauer werden heute Abend um 18.00 Uhr im Bistum Augsburg für eine Viertelstunde jeweils alle Glocken in den Kirchen und Kapellen des Bistums läuten.

02.03.2020 - Bischöfe , Bistum Augsburg , Trauer