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Gut beschirmt und beschützt

Pfarrei Heilig Engel setzt zu Corona-Zeiten mit pfiffiger Aktion ein Zeichen

LANDSBERG – Dass das kirch­liche Leben in Zeiten von Corona nicht brachliegen muss, das zeigt einmal mehr die Pfarrei Zu den Heiligen Engeln in Landsberg am Lech.

Das neueste Projekt der rührigen Gruppe aus hauptamtlichen Mitarbeitern und unzähligen Ehrenamt­lichen um Pfarrer Gregory Herzel ist eine in bunten Regenbogenfarben leuchtende Aktion im Innenhof des Pfarrzentrums. Noch bis zu Schulstart im September wiegen sich dort 24 aufgespannte Regenschirme an Schnüren im Wind. 

Die Botschaft „Wir sind von Gott beschirmt und beschützt“ soll Pfarreiangehörigen, Familien, Kindern, Jugendlichen, Senioren und allen Besuchern der Pfarrei mit auf den Weg durch die Sommer- und Ferien­wochen gegeben werden. 

Bibelverse ermutigen

An den Säulen im Innenhof hängen acht kleine Filztaschen, ebenfalls in Regenbogenfarben, in denen Karten mit Bibelversen und Sprüchen stecken, die von den Besuchern mitgenommen werden können. Alle Karten lehnen sich an den Psalm 9,4.11 an: „Gott beschirmt dich mit seinen Flügeln, unter seinen Schwingen findest du Zuflucht, Schild und Schutz ist seine Treue. Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen.“ 

Eine, die immer wieder gerne dort vorbeischaut, ist Dorothea Uhri, Pfarrgemeinderatsmitglied und begeisterte Chorsängerin: „Eine wunderbare Idee, zu den Ferien das Thema ,Beschirmen‘ in den Mittelpunkt zu stellen – in den Regenbogenfarben! Wenn der Wind geht, ,lebt‘ das Projekt. Es ist stimmig, zusammen mit der Kirche, die den Engeln geweiht ist“, findet sie. Ein schöner Gedanke seien auch die Karten zum Mitnehmen, die mit Segenswünschen zum Nachdenken und Verweilen in der Kirche anregen können.

Bunte Hoffnungssteine

Ebenfalls im Innenhof zu sehen sind „Hoffnungssteine“. Bemalt von kleinen und großen Menschen in der Osterzeit, sollen sie an den weggerollten Stein vor dem Grab Jesu erinnern und ein Symbol sein, dass Gott und die Liebe stärker sind als der Tod. Gerade jetzt ein Ausdruck von Hoffnung und Zuversicht. 

Während der Zeit der strengen Auflagen, als öffentliche Gottesdienste nicht möglich waren, wurde die Gemeinde digital oder über Gemeindebriefe informiert. Neun Videobotschaften gab es von Pfarrer Herzel und seinem Team. Alle wurden sehr gut angenommen. Zusätzlich wöchentliche Informationen gab es für alle Gruppen und Kreise über die Homepage, per E-Mail und Facebook. Auch die Kirche stand jederzeit offen. Manchmal lief leise Musik, an den Festtagen lagen Texte zum Mitnehmen aus, und es warteten kleine Impulse für die jeweiligen Tage. 

Am Tag, an dem die Erstkommunion hätte stattfinden sollen, durften sich alle Kommunionkinder in der Kirche ein kleines Geschenk abholen: ein Kreuz mit Regenbogen und dem Guten Hirten. Auch der Tag der Firmung – sie wurde auf den Herbst verschoben – war gezeichnet von den Einschränkungen. Die Firmlinge konnten sich ein kleines Paket mit Sonnenblumensamen abholen – zum Einpflanzen und Beobachten bis zur Firmung. 

Etwas Besonderes war auch die Schutzengelaktion für Senioren: Kleine und große Künstler bastelten oder malten Schutzengel, um sie zu rund 160 Senioren „ausfliegen“ zu lassen und zu zeigen, dass man sich in der schwierigen Zeit behütet und beschützt wissen darf. Gabriele Rabl

13.08.2020 - Bistum Augsburg