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Diözesaner Weltjugendtag

Begeisterung für den Glauben

AUGSBURG – Es ist längst gute Tradition geworden, zwischen den Weltjugendtagen ein diözesanes Treffen zu veranstalten, um junge Kirche hautnah erfahrbar zu machen. Das Bischöfliche Jugendamt lud am Palmsonntag junge Menschen zu einem erlebnisreichen Tag mit Gebet und Musik, Quiz und Vortrag sowie zahlreichen Workshops ein.

Der Referent im Bischöflichen Jugendamt, Manuel Müller, freute sich sehr, dass an die 300 Jugendliche den großen Tagungssaal im Haus St. Ulrich in Augsburg füllten. Für diese war es wichtig zu sehen, wie „cool“ der Glaube ist, den man mit vielen Gleichgesinnten erleben darf. Mit einem fröhlichen Warm-up zum Kennenlernen brachten die Moderatoren Tim Gänsler und Veronika Halemba die Teilnehmer des diözesanen Jugendtags in Stimmung, teilten sie in zwei Gruppen ein und schweißten sie mit Quizfragen und sportlichem Einsatz zu zwei Gemeinschaften zusammen. 

Eine einzige Gemeinschaft wurden alle Jugendliche, als sie in den musikalischen Lobpreis einstimmten: „Herr, ich komme zu Dir, und ich stehe vor Dir, so wie ich bin.“ Auch als der Song des kommenden Weltjugendtages 2019 vorgestellt wurde, sangen alle begeistert mit: „Nimm mein Ja, ich bin des Herren Magd, mir geschehe, wie Du es gesagt.“ Hat doch Papst Franziskus den kommenden Weltjugendtag in Panama unter das Thema gestellt: „Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.“

Die Angst überwinden

Um das Fürchten und die Angst handelte der Vortrag von Pfarrer Johannes Maria Schwarz aus Liechtenstein, derzeit Teilzeit-Einsiedler.  „Angst“, erklärte Schwarz, „ist eines von vielen Gefühlen des Menschen; und Angst hat man, wenn einen etwas bedroht. Maria hatte wohl Angst, als sie plötzlich die Erscheinung des Engels hatte. Doch ihr Glaube hat sie veranlasst, vertrauensvoll ihr Ja an Gott zu sagen.“ Der Glaube, die Liebe und die Hoffnung spendeten das Licht, so der Geistliche, um die Angst zu überwinden und zu Christus zu finden. Christus sei es doch gewesen, der durch seinen Tod den Weg für uns zum Vater freigemacht habe.

Hannah aus Frankreich und Nadine aus Reutlingen, die ein christliches Orientierungsjahr in Augsburg erleben, waren begeistert von dem lebendigen Vortrag und glücklich, bei der Veranstaltung dabei sein zu können. Auf die Frage, was sie zur Teilnahme am diözesanen Weltjugendtag bewogen habe, antworteten Julia aus Augsburg, 

Sich austauschen

Christoph aus Schwabsoien und Severin aus Waltenhofen übereinstimmend: „Uns gefällt, dass so viele wie wir die Begeisterung zum Glauben haben und wir sie hier treffen können. Wir können uns austauschen, Fragen stellen und erhalten auch Antworten. In den Workshops werden Themen angesprochen und diskutiert, die uns interessieren.“

Und tatsächlich war dafür die Auswahl groß. Unter elf verschiedenen Angeboten hieß es für die jungen Menschen, den passenden Workshop auszuwählen. Es gab Referenten zum Thema „Glaubenszeugnis im Alltag“, ferner einen „Ministranten-Cup“. Auch  dem Themenfeld „Christsein und Politik“ konnte man sich widmen. Johannes Höfle sprach über Berufung, und Wolfgang Böck hielt einen Workshop über „Osterliturgie und Auferstehungserfahrung“, wichtig gerade für die Kartage und das Osterfest. Wer wollte, konnte sich aber auch kreativ betätigen etwa beim Kerzen- oder Bibeleinbändebasteln. 

Mit der Gebetsvigil endete der diözesane Weltjugendtag, wo viele junge Menschen gestärkt im Glauben ein beeindruckendes Gemeinschaftserlebnis von Kirche erfahren konnten. Ingrid Paulus

29.03.2018 - Bistum Augsburg , Jugend