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Im Kindergarten Helig Kreuz wurden pfiffige Ideen verwirklicht

Lese-Ecke und Spielhöhle

LANDSBERG – Der Kindergarten Heilig Kreuz in Landsberg am Lech wurde um eine Krippengruppe erweitert, generalsaniert und damit zukunftssicher gemacht. Jetzt wurde das Haus mit einer kleiner Feier offiziell wiedereröffnet. 

Noch ist nicht alles fertig, beispielsweise ist der Garten noch neu zu gestalten und ein paar Einbauten fehlen noch. Kinder und Betreuungspersonal sind trotzdem vor gut zwei Monaten schon wieder in ihr angestammtes Domizil gezogen. Und fühlen sich dort sehr wohl, berichtet die Leiterin Sylvia Zahn berichtet. 

Der Kindergarten Heilig Kreuz steht unter der Trägerschaft der Katholischen Pfarrgemeinschaft Mariä Himmelfahrt Landsberg. Er wurde 1976 für vier Kindergartengruppen gebaut und eröffnet. Der Bedarf vor allem für die Betreuung kleinerer Kinder stieg jedoch. Zwischen 2008 und 2010 wurde die Einrichtung deshalb um eine Krippengruppe erweitert. 

Was aber nicht das Ende des Platzbedarfs bedeutete: Als die Hausmeister- beziehungsweise Mesnerwohnung im Dachgeschoss des Kindergartens frei wurde und gleichzeitig eine Anfrage seitens der Stadt nach der Installierung einer weiteren Krippengruppe einging, begannen Überlegungen für eine Erweiterung. Die Wohnung musste ohnehin saniert werden. Es sprach also nichts gegen eine Umstrukturierung. Gleichzeitig wurde die notwendige Sanierung des Gesamtgebäudes mit der Ertüchtigung von Bausubstanz, Brandschutz und Akustik geplant. 

Mit den Maßnahmen wurde im Herbst 2020 begonnen. Der gesamte Kindergarten zog dafür im August 2020 in die Schlossbergschule, wo, wie Sylvia Zahn erzählt, die Wege weiter und damit alles ein wenig umständlicher war. Dafür steht jetzt in der Malteserstraße, direkt neben der Heilig-Kreuz-Kirche, ein Haus zur Verfügung, in dem die Kinder nach neuesten Gesichtspunkten betreut werden können. Das Raumkonzept wurde modernisiert, Fußböden und Treppen erneuert. Ein Hingucker sind die künstlerisch gestalteten Treppengeländer. 

Dank passgenauer Schreinereinbauten entstanden für die derzeit 115 Kinder in vier Kindergarten- und zwei Krippengruppen – letztere befinden sich im Erdgeschoss – Leseecken und Spielhöhlen. Der Bereich fürs Mittagessen entspricht kindlichen Bedürfnissen. Die 27 Mitarbeiter können sich in ansprechend eingerichteten Räumen besprechen oder zurückziehen. 

Ein Hit sind die in verschiedenen Farben gestalteten Sanitärbereiche. So gibt es für die „blaue“ Gruppe einen richtigen Wasserspielplatz. Ein Bächlein schlängelt sich dort über ein Fliesenmosaik, die Kinder können Wasser aufstauen und umleiten. Die Wände in der Dusche für die Kleinen sind aus einem Material, das nach Herzenslust mit abwaschbaren Farben bemalt werden darf. 

Romi Löbhard

18.07.2022 - Architektur , Bistum Augsburg