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Neue Dorfhelferinnen

Gemeinsam „echt stark“

MARXHEIM-SCHWEINSPOINT – Mit einem Gottesdienst in der Anstaltskirche, zelebriert von Landes-Caritasdirektor Prälat Bernhard Piendl, und einem Festakt im Saal des alten Ostflügels der Stiftung St. Johannes in Schweins-point (Kreis Donau-Ries) feierten 15 frischgebackene, staatlich geprüfte Dorfhelferinnen aus ganz Bayern mit Angehörigen, Ehrengästen und Lehrkräften den Abschluss ihrer Ausbildung. 

Mehrere Redner gratulierten den jungen Frauen, die allesamt in fesche Dirndl gekleidet waren, zur bestandenen Prüfung. Der Festakt wurde musikalisch begleitet vom Heimchor unter Leitung von Thomas Hurler.

Der 64. Kurs hatte sich das Motto „Gemeinsam – echt stark!“ gegeben. „Erfreulich ist, dass wir schon jetzt 22 Anmeldungen haben, so dass die Durchführung des nächsten Kurses vom 7. Januar 2019 bis 23. Juli 2020 gesichert ist“, erklärte Schulleiter Manfred Herde. 

Begrüßt wurden die Gäste von Doreen Paus, der stellvertretenden Geschäftsführerin der Stiftung St.  Johannes. Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer, Amts-Chef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, bezeichnete den Beruf der Dorfhelferin als ungemein wertvoll. „Hut ab. Respekt. Sie können stolz sein, diesen Beruf gewählt und die Prüfung bestanden zu haben“, sagte er. Die Dorfhelferinnen unterstützten in Not geratene landwirtschaftliche Familien und seien unverzichtbar.

Pfarrer Josef Meyer, Geistlicher Direktor der Katholischen Landvolkshochschule Petersberg, zitierte in seiner Festrede Bibelsprüche, an denen sich die Dorfhelferinnen orientieren können. Die Pflege ihrer  Gemeinschaft bei einem jährlichen Treffen sei genauso wichtig wie gute Einzelbeziehungen. „Hören Sie nie auf zu säen und dankbar zu sein“, riet er. Der Geistliche beendete seine Ansprache mit dem Kanon „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. 

Eine fröhliche Note begleitete die Zeugnisübergabe: Eine Dorfhelferin mit Gitarre sang jeder Kollegin ein heiteres Gstanzl. 

Die Qualifizierung zur Dorfhelferin erfolgt in drei Abschnitten.   Nach der Ausbildung zur Hauswirtschafterin folgen zwei Semester an der Landwirtschaftlichen Fachschule in Pfaffenhofen an der Ilm. Weitere neun Monate an der Katholischen Fachschule für Dorfhelferinnen schließen sich an. In diesem dritten, dualen Ausbildungsteil mit theoretischen und praktischen Abschnitten bekommen die künftigen Dorfhelferinnen den letzten Schliff.

Manfred Arloth

Info:

Am Samstag, 13. Oktober, findet in der Landwirtschaftsschule in Pfaffenhofen/Ilm, Gritschstraße 38, ein Infotag zur Dorfhelferinnen-Ausbildung statt. Auskünfte gibt es auch unter Telefon 0 84 41/8 67 - 1 02 und www.alf-ph.bayern.de.

02.08.2018 - Bistum Augsburg