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St.-Afra-Hospiz besteht seit 25 Jahren

Dienst an Sterbenden

MERING/FRIEDBERG – Zehn frisch ausgebildete Hospizbegleiterinnen verstärken ab sofort das Ehrenamtlichen-Team im ambulanten St.-Afra-Hospiz des Caritasverbands Aichach-Friedberg. Ihre Aussendung in der St. Michaelskirche in Mering fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25. Jubiläumsjahr statt. Es wurde mit zahlreichen Veranstaltungen in den drei Ortsgruppen sowie einem Festakt mit Diözesan-
Caritasdirektor und Domkapitular Andreas Magg gefeiert.

Die Debatte um neue gesetzliche Regelungen zur Sterbehilfe bereite so manchem Christen Sorge, sagte Pfarrer Jörg Ernesti, der mit Diakon Tino Zanini den Gottesdienst zur Aussendung hielt. Umso wertvoller sei der Dienst der ehrenamtlichen Hospizbegleiter, die Schwerstkranken und Sterbenden ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt ermöglichen. 

„Nur durch Ihr ehrenamtliches Engagement wird unsere Arbeit im St.-Afra-Hospiz überhaupt möglich“, wandte sich Andreas Reimann bei der Aussendungsfeier an die neuen Hospizbegleiterinnen. Der langjährige Kreiscaritas-Geschäftsführer ist auch im Ruhestand dem ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdiensts im Caritasverband Aichach-Friedberg als Koordinator verbunden. 

Die neuen Hospizhelferinnen wurden im 19. Qualifizierungskurs des St.-Afra-Hospizes in 120 Unterrichtseinheiten mit Themen rund um Sterben, Tod und Trauer konfrontiert und auf ihre künftige Arbeit vorbereitet. Im Einsatz sind sie in Pflegeeinrichtungen und in häuslicher Umgebung. Jedes Jahr sterben rund 100 Menschen im Landkreis. Knapp die Hälfte von ihnen könne vom ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdiensts im Caritasverband Aichach-Friedberg begleitet werden, führte Reimann aus. 

Rund 300 Schwerstkranke und Sterbende werden jährlich durch die sogenannte Allgemeine Ambulante Palliativversorgung betreut, rund 150 zusätzlich auch durch die Spezialisierte Ambulante Palliativ-
versorgung. Schmerzfreiheit und -linderung für den Patienten sowie psychosoziale Begleitung und Unterstützung des Pflegedienstes und des Hausarztes seien dabei die obersten Ziele, erklärte Reimann. 

Derzeit sind 106 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer landkreisweit tätig. In den vergangenen 25 Jahren wurden mehr als 200 Hospizbegleiter ausgebildet. 

Zahlreiche Worte des Respekts und der Würdigung ihres Engagements wurde den Ehrenamtlichen auch bei einem Festakt zuteil, der zum Welthospiztag in Friedberg gefeiert wurde. Festprediger Domkapitular Andreas Magg hob als  Vorstand des Diözesan-Caritasverbands in der festlichen Messe und bei der anschließenden Feier im Begegnungszentrum Divano die große Leistung des St.-Afra-Hospizes hervor. Es sei ein sehr lebendiges Hospiz, das sich unter der Gesamtleitung von Christine Neukäufer mit seinem herausragenden Engagement im Bistum hervortue. „Sie geben der Gesellschaft ein warmes Gesicht“, betonte Magg.

Heike John

20.11.2022 - Bistum Augsburg