30 Jahre Eltern-Kind-Gruppen (Dienstag, 19. Juni 2018 13:43:00) / Bistum Regensburg / Katholische Sonntagszeitung

30 Jahre Eltern-Kind-Gruppen

Projekt der KEB im Landkreis Kelheim feiert Jubiläum mit Familienfest

MAINBURG (gt/sm) – Mit einem Familienfest auf dem Erlebnisbauernhof Pettenhof bei Mainburg haben die Eltern-Kind-Gruppen (EKG) der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Landkreis Kelheim das dreißigjährige Bestehen des Projekts gefeiert.
Etwa 160 Mütter, Väter und Kinder erlebten einen entspannten, naturverbundenen und abwechslungsreichen gemeinsamen Nachmittag. Wegen der großen Zahl der Anmeldungen mussten die Familien in zwei „Schichten“ aufgeteilt werden. Auftakt war jeweils ein gemeinsames Lied mit Bewegungen, das die Schönheit und Größe der Schöpfung und die sich darin ausdrückende Liebe Gottes an diesem in herrlicher Natur gelegenen Ort zum Ausdruck brachte.
Danach konnten die Familien den Hof mit den Ziegen, Schafen, Hühnern, Katzen und Pfauen erkunden. Mit dem von Erlebnisbäuerin Elisabeth Resch und ihrer Familie bereitgestellten Heu konnten schon die Kleinsten beim Ziegenfüttern ihren Mut beweisen. Ganz Kühne ließen sich sogar Haferflocken von der Handfläche abschlecken. Eltern-Kind-Gruppenleiterinnen hatten verschiedene Stationen vorbereitet. Vor allem für die Kleineren war die Seifenblasenstation eine Attraktion. Auch für die älteren Geschwisterkinder war zum Beispiel mit der Strohhüpfburg etwas geboten. Beim Entenangeln gab es je nach Alter verschiedene Angeln. Landrat Martin Neumeyer versuchte es erfolgreich mit der schwierigsten Variante und verdiente sich eine süße Schlange. Er zeigte sich im Gespräch beeindruckt von der Arbeit der Eltern-Kind-Gruppenleiterinnen und von der Größe und Qualität des landkreisweiten Projektes der KEB.
Eine weitere Attraktion war die etwas abgelegene Waldspielstation. Schon auf dem Weg dorthin konnten die Kinder von Feen verstreute Edelsteine finden. An der Station konnten sie mit Fichtenzapfen ziel- und weitwerfen, zwischen Bäumen seiltanzen oder das Waldtelefon benutzen. Dabei hört einer am Ende eines abgeschnittenen Baumes, was die anderen am anderen Ende des Baumes klopfen. Weitere Spielstationen, die sonst bei Besuchen von Schulklassen oder bei Kindergeburtstagen verwendet werden, stellte die Familie Resch zur Verfügung.
Nach all den Anstrengungen bewirteten die Eltern-Kind-Gruppenleiterinnen mit selbst gebackenen Kuchen, Kaffee oder kalten Getränken die Besucher des Festes. Gregor Tautz, geschäftsführender Bildungsreferent der KEB im Landkreis Kelheim, freute sich am Abend, dass das Konzept der Planungsgruppe mit den EKG-Leiterinnen voll aufgegangen war: „Wir wollten den Familien zum Jubiläum einen entspannten Nachmittag schenken, an dem sie gemeinsam viel erleben konnten. Darin kommt auch ein wichtiges Element des EKG-Konzeptes zum Ausdruck, nämlich dass Kinder und Mütter jede Woche gemeinsam wertvolle Zeit verbringen.“ Tautz dankte auch den EKG-Leiterinnen und ihren Familien sowie der Familie Resch für ihr leidenschaftliches Engagement, ohne das dieses Fest nicht möglich gewesen wäre.

Das Konzept der EKG-Arbeit

Nach dem Konzept der KEB arbeiten im Landkreis Kelheim derzeit 38 EKG-Gruppen an 15 Orten. Die Gruppen mit den Müttern und Kindern von der Geburt bis zu drei Jahren treffen sich wöchentlich für zwei Stunden. Im vergangenen Jahr sind auf diese Weise 1280 Treffen zustandegekommen. Bei den Treffen tauschen die Mütter sich aus, spielen gemeinsam mit den Kindern und bieten ihnen auch Gelegenheit zu selbstständigem Spiel. Die Gruppenstunden sind in Zehnerblocks  organisiert, von denen eine Veranstaltung ein Gesprächsabend für die Eltern ist.
Die Leiterinnen absolvieren eine Ausbildung bei der KEB, treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und bekommen mehrmals jährlich von der KEB neue Anregungen für die Gestaltung der Gruppenstunden. Ziel des Projektes ist die Förderung der Erziehungskompetenz und der Entwicklung der Kinder. Besonders für Neuzugezogene bietet das Projekt auch eine gute Möglichkeit, Mütter mit ähnlichen Problemlagen kennenzulernen und sich zu vernetzen. Für erstgeborene Kinder ohne Geschwister ist es eine erste Gelegenheit, vor dem Kindergarten schon regelmäßig andere Kinder zu treffen und soziale Kontakte einzuüben.
Die 15 Orte im Landkreis mit EKG-Gruppen, die derzeit nach dem Konzept der KEB arbeiten, sind Abensberg, Bad Abbach, Bad Gögging, Biburg, Herrnwahlthann, Neustadt/Donau, Kapfelberg, Offenstetten, Pürkwang, Saal/Donau, Sandharlanden, Sandsbach, Siegenburg, Teugn und Train.
Wer Interesse an der Leitung einer solchen Gruppe hat, kann sich an die KEB im Landkreis Kelheim wenden, ebenso interessierte Mütter. Nähere Informationen zum Projekt gibt es über Gregor Tautz, Tel.: 0 94 43/9 18 42-24 oder unter www.keb-kelheim.de, über die Homepage der KEB im Bistum Regensburg (www.keb-regensburg.de) sowie in verschiedenen Flyern, die bei der KEB angefordert werden können.

19.06.2018 - Bistum Regensburg