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DJK-Diözesantag mit Neuwahlen

Miteinander zählt

REGENSBURG (pdr/sm) – Die Ehrung der „stillen Stars“ und verdienter Mitglieder durch Bischof Rudolf Voderholzer sowie die Wahl des Vorstands und vieler weiterer Ämter – beim diesjährigen Diözesantag des Diözesanverbands der Deutschen Jugendkraft (DJK) in der Regensburger Pfarrei Heilig Geist gab es am vergangenen Samstag viele Neuigkeiten, der amtierende Vorstand wurde aber einstimmig wiedergewählt.

63 Delegierte hatten beim diesjährigen Diözesantag fast 50 Positionen zu besetzen. Neben dem Vorstand wurden auch die Diözesanfachwarte, die Delegierten und Ersatzdelegierten des DJK-Bundes- und Landesverbandstages, Beauftragte für den DJK-Hauptausschuss- und das Diözesankomitee, Vertreter beim Pastoralrat, Mitglieder des Schiedsgerichts und die Kassenprüfer gewählt. Fast alle amtierenden Personen durften sich über eine einstimmige Bestätigung freuen, es gab nur wenige Änderungen. Als Delegierter im DJK-Bundestag folgt Johannes Wagner auf Elena Timmermann. Sein Posten als Ersatzdelegierter wird von Harald Rampf übernommen. Dieser wird auch das Amt des Ersatzdelegierten im Landesverbandstag von Elena Timmermann erhalten. Im Hauptausschuss erbt Johannes Wagner den Platz von Klaus Eder und neu im Schiedsgericht ist Alfons Eimer. Als nächste Seniorenfachwirtin wurde Caroline Kett gewählt. Einstimmig bestätigt wurden an diesem Tag auch die Geistlichen Beiräte und die Diözesanjugendleitung.

Als Beginn des Diözesantags feierten die Mitglieder einen Gottesdienst mit Bischof Rudolf Voderholzer in der Regensburger Pfarrkirche Heilig Geist. Bischof Rudolf schloss in dieser Heiligen Messe auch die Ukraine mit ins Gebet ein, denn: „Der Sport ist eigentlich ein Sauerteig für Frieden und Versöhnung.“

Der Spruch „Einer für alle, alle für einen“, so der Bischof in seiner Predigt, stamme ursprünglich aus der Tradition der Schweizer Eidgenossenschaft. „Er steht sogar im Bundeshaus in Bern.“ Aber er sei eben auch passend für den Fußball und andere Mannschaftssportarten. „In der Tat besteht für Mannschaftssportarten das Geheimnis des Erfolges in dieser Form der Solidarität, des Miteinanders, des Sich-aufeinander-verlassen-Könnens, des Einspringens für­einander.“ Erfolge würden gemeinsam gefeiert, Misserfolge aber gemeinsam getragen. Werte, die nicht nur im Sport, sondern auch in der Gesellschaft wichtig seien, so Bischof Rudolf. Am Vortag des Palmsonntags kommt im Johannesevangelium der Hohepriester Kajaphas zu Wort: „Ihr bedenkt nicht, dass es besser für euch ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht“, sagt dieser. „Was er in zynischer Absicht gemeint hatte, hatte einen anderen, tieferen Sinn“, so der Bischof. „Für den Evangelisten, der aus der Glaubensrichtung Ostern her die Passion Jesu rekapituliert, ist Kajaphas nur das Werkzeug Gottes, um einen tieferen Glauben zu verkünden: Jesus stirbt für das Volk.“ Er bringe sogar der ganzen Welt das Leben, sagte Bischof Voderholzer. In dieser Stellvertretung und Inklusion seien alle eingebunden, genauso, wie wenn die Nationalmannschaft stellvertretend für das Heimatland das Finale gewinnt: „Einer für alle, alle für einen.“

Bischof Rudolf fuhr fort: „In Jesus wird das in einem existenziellen und heilsgeschichtlichen Sinne wahr.“ Jesus sei der Solidarische schlechthin. Er verbünde sich mit jedem Menschen, gehe alle seine Kreuzwege mit ihm und sterbe mit ihm. Jesus sei für alle Menschen auch siegreich von den Toten auferstanden. „Deshalb gilt jetzt auch umgekehrt: Alle für einen, alle für je einen“, folgerte Bischof Rudolf. Deswegen sollten in einem fairen Wettstreit und nicht in einer kriegerischen Auseinandersetzung Kräfte gemessen werden, regional und international: „Weil letztlich das Miteinander zählt.“

Bischof Voderholzer ehrte später Mitglieder, die sich durch ihre Mitarbeit im DJK besonders verdient gemacht haben. Dabei hob er besonders die fünf „stillen Stars“ hervor, die im Hintergrund für das Gelingen einer guten Gemeinschaft mit ihrer wichtigen Arbeit sorgen, ohne dass es viele Leute mitbekommen.

12.04.2022 - Bistum Regensburg