Anzeige

Bischof Rudolf Voderholzer entsendet sieben pastorale Mitarbeiter in ihren Dienst

Neue Bauhelfer am Reich Gottes

REGENSBURG (pdr/sm) – Im Rahmen eines Gottesdienstes in der Regensburger Basilika St. Emmeram hat Bischof Rudolf Voderholzer am vergangenen Samstagvormittag sechs Pastoral- und einen Gemeindereferenten, die bereits in ihren Pfarreien in der Seelsorge vielfältig tätig sind, feierlich in ihren Dienst in der Seelsorge und Verkündigung ausgesandt. 

Im Altarraum hatten im Chorgestühl die Priester aus den Heimat- und Einsatzgemeinden der sieben Kandidaten Platz genommen. Von der Hauptabteilung Pastorales Personal waren Dompropst Prälat Franz Frühmorgen und Domkapitular Geistlicher Rat Johann Ammer als Konzelebranten mit Bischof Rudolf am Altar.

In seiner Predigt stellte Bischof Rudolf den sieben Aussendungs-Kandidaten den Tagesheiligen, den Märtyrer-Bischof Ignatius von Antiochien († 2. Jahrhundert), als Patron für ihren Dienst im Bistum vor. Ignatius, Autor von sieben Briefen an die christlichen Gemeinden in Kleinasien, war es, der erstmals den Begriff „katholisch“ verwandte, nicht aber im konfessionellen Sinne, sondern im Bezug auf das weltumspannende des christlichen Glaubens. Zwar hätten sich, so der Bischof, die Zeiten geändert und die Gläubigen hierzulande müssten nicht um ihr Leben bangen wie einst Ignatius, doch könne sein Glaubenszeugnis heute helfen, die großen Herausforderungen unserer Tage zu meistern. 

Bischof Rudolf dankte an dieser Stelle auch für den Einfallsreichtum und die Beharrlichkeit, mit dem sich die Kandidaten und die vielen in der Seelsorge den Herausforderungen der Corona-Pandemie gestellt hätten. Hier gelte der Grundsatz: „Wir lassen nichts ausfallen, wir lassen uns was einfallen.“ Das nahende Allerheiligenfest, aber auch St. Martin und St. Nikolaus, der Advent und vor allem das Weihnachtsfest stellten neue Herausforderungen dar. Nochmals sagte der Bischof den sieben jungen Männern ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für alles, was sie getan haben, um das kirchliche Leben aufrechtzuerhalten und mit der Botschaft Jesu Christi nahe bei den Menschen zu sein. 

Nach der Predigt traten die sieben Kandidaten vor den Bischof hin und legten gemeinsam das Große Glaubensbekenntnis und ihr „Versprechen als pastorale Mitarbeiter“ ab: „Ich verspreche vor Gottes Angesicht, die mir zugewiesenen Aufgaben in der Seelsorge nach meinen Kräften zu erfüllen und im Hören auf den Anruf Jesu Christi in Übereinstimmung mit der Kirche und in Hinwendung zu den Menschen das Reich Gottes mit aufzubauen und die Lebensbereiche der Gesellschaft mitzugestalten.“ Und der Bischof erwiderte: „Ich nehme euer Versprechen froh und dankbar entgegen und sende euch in den Dienst der Diözese Regensburg zur treuen und gewissenhaften Mitarbeit in der Seelsorge. Dazu erbitte ich für euch den Segen Gottes.“

Die Einsatzorte

Als Gemeindereferent wurde Christian Glaser beauftragt und gesandt in die Pfarreiengemeinschaft Schönsee-St. Wenzeslaus/Weiding-St. Nikolaus. Als Pastoralreferenten wurden beauftragt und gesandt: Stefan Dotzler in die Pfarrei Weiden-St. Josef, Jakob Grimm in die Pfarrei Laaber-St. Jakobus, Andreas Hornauer in die Pfarreiengemeinschaft Schnaittenbach-St. Vitus/Kemnath am Buchberg-St. Margareta, Stefan Knott in die Pfarreiengemeinschaft Alburg-St. Stephan/Feldkirchen-St. Laurentius, Felix Schamburger in die Pfarreiengemeinschaft Regensburg-Hl. Dreifaltigkeit, St. Katharina, St. Magn und St. Nikolaus sowie Pirmin Ströher in die Pfarreiengemeinschaft Plattling-St. Magdalena und St. Michael.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte der traditionelle Festakt im Priesterseminar St. Wolfgang leider nicht stattfinden. So versammelten sich die sieben jungen Männer mit ihren Angehörigen und den Verantwortlichen in der Ausbildung in der Vorhalle der Basilika St. Emmeram, die auch das „Paradies“ genannt wird. In seinen Grußworten wies der Leiter der  Hauptabteilung Pastorales Personal, Prälat Franz Frühmorgen, darauf hin, dass er ihnen zwar keine paradiesischen Zustände versprechen könne, sie mit ihrem Dienst aber den Menschen den Weg in den Himmel, in das Paradies, bereiten würden.

21.10.2020 - Bistum Regensburg , Seelsorge