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Investitur der Ritter vom Heiligen Grab

Stärkung im Glauben

REGENSBURG (pdr/md) –  „Diese Tage waren eine Stärkung im Glauben.“ Mit diesen Worten hat Bischof Rudolf Voderholzer das Wochenende der Herbstinvestitur des Ritterordens vom Heiligen Grab in Regensburg positiv zusammengefasst: „Auch für einen Bischof ist es Stärkung und Trost, zu erfahren, wie Sie öffentlich zu Ihrem Glauben stehen“, sagte Bischof Voderholzer an die Mitglieder des Ordens gewandt, insbesondere an die tags zuvor Neuaufgenommenen. 19 Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Deutschland waren von Großprior Reinhard Kardinal Marx in den Orden aufgenommen worden (Bericht hierzu auf Seite II).

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes am vergangenen Sonntag lag bei den Regensburger Domspatzen. Sehr zum musikalisch-geistlichen Gelingen des Gottesdienstes trug auch Domorganist Professor Franz Josef Stoiber bei. Für viele Domspatzen war es der erste öffentliche Auftritt im Dom überhaupt.

Bischof Voderholzer betonte während seiner Predigt die Hilfe für die Christinnen und Christen im Heiligen Land durch den Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Er sprach von einem „großartigen sozial-karitativen Engagement“ der Grabritter sowie von der Unterstützung insbesondere junger Menschen im Bildungswesen. „Das trägt die Berge von Intoleranz ab“, so der Bischof weiter. Hier sei zu sehen, dass der Glaube bereits Berge versetzte.

Der Regensburger Bischof hob den Weltcharakter der Berufung im gemeinsamen Priestertum der Gläubigen hervor. Vor allem aber trug er vor, welche Bedeutung die Herzensbewegung im Akt des Glaubens hat. In der lateinischen Sprache habe sich eigens eine grammatikalische Wendung dafür entwickelt („credo in“), was von der sprachprägenden Kraft des Christlichen zeuge.

Am Ende der Investitur machte sich bei vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Gefühl breit, mit dem Glauben in die Welt aufzubrechen und diesen nun im Alltag zu verbreiten – getragen von der großen Gemeinschaft. 

Zu Recht wurde der ausrichtenden Komturei St. Wolfgang wiederholt und aufrichtig gedankt, solche bewegenden Tage ermöglicht zu haben. In seinen Worten zum Abschied zeigte sich der Deutsche Statthalter, Dr. Michael Schnieders, sehr dankbar. Insbesondere richtete sich der Dank an Leitende Komturdame Professorin Jutta Dresken-Weiland, die die Verantwortung und einen großen Teil der Arbeit zu tragen hatte.

Vor dem Beginn des Pontifikalgottesdienstes im Dom St. Peter  hatte Domvikar Andreas Albert von der Regensburger Komturei St. Wolfgang vor den Ordensmitgliedern eine bemerkenswerte Statio in der Niedermünsterkirche gehalten, um geistlich einzustimmen.

05.10.2022 - Bistum Regensburg