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Landesamt für Umwelt:

Brandenburger Hirschkäfer mögen Umgebung von Kirchen

Bedrohte Hirschkäfer fühlen sich in Brandenburg offenbar auf Kirchenland besonders wohl. Das ergab die erste Hirschkäferkartierung des Brandenburger Landesamtes für Umwelt.

Insgesamt wurden 163 Beobachtungen der bedrohten Tierart im Laufe des Jahres beim Landesamt eingereicht, wie das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Dabei konnten zahlreiche neue, bislang nicht bekannte Hirschkäfervorkommen nachgewiesen werden, etwa in der Region um Neuzelle.

Somit scheint der Hirschkäfer in Brandenburg fast flächendeckend verbreitet zu sein, nach Norden hin in seiner Zahl aber abnehmend. Die meisten Hirschkäfer wurden in Privatgärten gefunden. "Interessanterweise waren bei vielen Funden Kirchengelände oder Friedhöfe in der Nähe", erklärte das Ministerium. "Alte Parkanlagen und Friedhöfe haben bekanntermaßen eine große Bedeutung für die Biodiversität, da sich dort oft noch sehr alte Baumbestände und ausreichend Totholz finden." Für den Hirschkäfer seien dies "offensichtlich attraktive Lebensräume, in denen Brutstätten über mehrere Hirschkäfergenerationen ungestört fortbestehen können".

KNA

08.10.2020 - Kirchenbauten , Tiere , Umwelt