Das Erste überträgt Eröffnung von Misereor-Fastenaktion (Montag, 04. März 2019 08:34:00) / Buntes / Katholische Sonntagszeitung

Fernseh-Gottesdienst

Das Erste überträgt Eröffnung von Misereor-Fastenaktion

Die 61. Fastenaktion des katholischen Entwicklungshilfswerks Misereor wird am 10. März im Kölner Dom eröffnet. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel und der salvadorianische Kardinal Gregorio Rosa Chavez feiern ab 10.00 Uhr einen Gottesdienst, wie Misereor am Dienstag in Aachen mitteilte. Die ARD will die Eröffnung im Ersten live übertragen.

Die Aktion steht unter dem Leitwort "Mach was draus: Sei Zukunft!". Sie stellt junge Menschen in El Salvador in den Mittelpunkt. In El Salvador sind es Misereor zufolge vor allem junge Menschen, die der Gesellschaft Hoffnung und Zukunft geben. Oftmals präge die Spirale von Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalt und Kriminalität den Alltag.

"Durch ihr soziales und bürgerschaftliches Engagement tragen die jungen Menschen dazu bei, ihr Umfeld positiv zu verändern und zu stärken", so das Hilfswerk, dass am Misereor-Sonntag am 7. April bundesweit die Gläubigen in allen katholischen Gottesdiensten über seine Arbeit informieren und um Spenden bitten will.

Das zur Aktion gehörende Hungertuch 2019/20 wurde von dem norddeutschen Künstler Uwe Appold gestaltet. Es zeigt ein goldenes "gemeinsames Haus" mit offener Tür, das eine Anlehnung an Papst Franziskus' Umweltenzyklika "Laudato si" darstellen soll.

Misereor ist das weltweit größte kirchliche Entwicklungshilfswerk. Es wurde 1958 von den deutschen katholischen Bischöfen auf Vorschlag des damaligen Kölner Kardinals Josef Frings als Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt gegründet. Der Name bezieht sich auf das im Markus-Evangelium überlieferte Jesuswort "Misereor super turbam" (Ich erbarme mich des Volkes). Sitz des Hilfswerks ist Aachen.

Seit Beginn entwickelt Misereor eigenen Angaben zufolge für die katholische Kirche in Deutschland ein Angebot zur Gestaltung der Fastenzeit. Zugleich wird die Bevölkerung gebeten, Notleidende in Asien, Ozeanien, Afrika, dem Nahen Osten und Lateinamerika zu unterstützen. Mehr als 107.000 Projekte wurden demnach im Lauf der Jahre gefördert.

KNA