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120 Millionen Euro für Auschwitz-Birkenau

Jüdischer Weltkongress würdigt Unterstützung für Gedenkstätte

Der Jüdische Weltkongress (WJC) hat die Unterstützung aus Deutschland für die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau gewürdigt. Die Ankündigung, einen finanziellen Beitrag für den Fonds zur Erhaltung der Gedenkstätte am ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zu erhöhen, demonstriere "das wichtige Bekenntnis zur Erinnerungsarbeit und Information über den Holocaust", erklärte der WJC am Donnerstag in New York.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte den deutschen Beitrag um 60 Millionen Euro auf insgesamt 120 Millionen Euro erhöht. "Ich bin außerordentlich dankbar, dass Deutschland die Bedeutung erkannt hat, welche die Erhaltung der Gedenkstätte am Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau hat. Ich selbst habe dieses Anliegen seit vielen Jahren unterstützt", erklärte WJC-Präsident Ronald S. Lauder.

"Ich habe Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Besuch in Auschwitz-Birkenau im Dezember 2019 persönlich begleitet, wir haben uns lange angeschaut, welche Arbeit im konservatorischen Labor geleistet wird", so Lauder weiter. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Maas hätten "die Bedeutung der Erinnerungsarbeit im Kampf gegen den wachsenden Antisemitismus und Holocaust-Leugnung erkannt".

Das Museum im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wird am 1. Juli wieder für Besucher geöffnet. Nach der Schließung der Gedenkstätte im Zuge der Corona-Pandemie ist der Publikumsverkehr ab dann unter Einhaltung der neuen Hygiene- und Sicherheitsregeln wieder möglich. Bis zum 30. September müssen Führungen und individuelle Besuche allerdings im Vorfeld online über die Internetseite des Museums angemeldet und gebucht werden.

KNA

18.06.2020 - Gedenken , Holocaust , Judentum