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Nach zehn Jahren

Südturm des Münchner Liebfrauendoms öffnet wieder

Der fast 100 Meter hohe Südturm des Münchner Liebfrauendoms ist nach zehn Jahren wieder zugänglich. Ab Dienstag gibt es vom höchsten Punkt der Innenstadt neben einer einmaligen Aussicht auch ein interaktives Medienangebot mit Informationen zur Geschichte der Kathedrale und umliegenden Gebäuden - per Touchscreen auf acht Bildschirmen.

"Der Domturm ist nicht nur ein Aussichtspunkt, sondern als Teil der Kathedrale zugleich ein spiritueller und ein historischer Ort. All das kommt hier zum Ausdruck", sagt Dompfarrer Klaus Peter Franzl. Startpunkt der 30-minütigen Turmbesteigung ist die Südkapelle des Liebfrauendoms. Der erste Weg führt durch eine schmale Wendeltreppe 86 Stufen hinauf in eine Zwischenebene unterhalb der Turmstube.

Die Wartezeit bis zur Ankunft eines Aufzugs auf die höchste Ebene verkürzen Bildschirme mit historischen Eindrücken vom Dom im Wandel der Zeit: Unter anderem wird die Geschichte von Anton Adner erzählt, der 1819 mit 114 Jahren den Turm zu Fuß bestiegen hat, und die Historie des ersten Fotos Deutschlands, das die Frauenkirche zum Motiv hat.

Ebenso können sich die Besucher über entscheidende Ereignisse informieren: von der Errichtung des Vorläufergebäudes des Doms, der Marienkapelle, über die Grundsteinlegung der heutigen Kirche bis zur Kathedralerhebung und der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.

22.03.2022 - Bayern , Kirche , Kultur