Anzeige

Frühjahrsvollversammlung 2022 des Diözesanrates

Bericht von Vorsitzender Hildegard Schütz

Nachrufe

Helmut Mangold

In der Nacht zum 3. November ist Helmut Mangold im Alter von 83 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.

Getragen von seinem festen Glauben, befeuert vom frischen Wind des zweiten Vaticanums hat sich Helmut Mangold ein Leben lang in unserer und für unsere Kirche engagiert.

Als junger Mann hatte er den Bläserkreis St. Ulrich in der Basilika St. Ulrich und Afra gegründet. Sein Leben lang hatte er die Orgel in seiner Heimatgemeinde Aufheim gespielt und als Chorleiter mit seinem Kirchenchor die Gottesdienste umrahmt. Genauso umrahmte er musikalisch auch stets die Gottesdienste bei den Vollversammlungen des Diözesanrates. 

1971 wurde Helmut Mangold zum Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates seiner Heimatgemeinde St. Johann Baptist in Aufheim gewählt und blieb es bis 2006, Mitglied des Pfarrgemeinderates bis 2014.

43 Jahre lang war er Vorsitzender des Dekanatsrates Neu-Ulm.

Von 1982 bis 2018, 35 Jahre lang, war Helmut Mangold Mitglied des Diözesanrates der Katholiken und seines Vorstandes, sowie zahlreicher Sachausschüsse.

1990 wurde er stellvertretender Vorsitzender, 1994 Vorsitzender des obersten Laiengremiums im Bistum Augsburg und blieb es 20 Jahre lang.

Seit 1986 war er Mitglied im Landeskomitee der Katholiken in Bayern und wurde von 2001 bis 2009, zwei Wahlperioden lang, zu dessen Vorsitzendem gewählt.

Von 2002 bis 2018 gehörte er dem Zentralkomitee der Katholiken an.

Thematisch lagen Helmut Mangold die Ökumene und die Medienarbeit besonders am Herzen. Schon früh hatte er erkannt, dass Vernetzung sowohl zwischen den christlichen Konfessionen als auch in der kirchlichen Medienarbeit unerlässlich für unsere Kirche ist.

Für seinen Einsatz im Bereich des kirchlichen Ehrenamtes wurde Helmut Mangold mit der Auszeichnung „Pro Ecclesia et Pontifice“ und mit der Franz Eser Medaille geehrt.

Seiner gewaltigen und unschätzbaren Leistung im Bereich des kirchlichen Ehrenamtes können wir nur sehr dankbar und demütig begegnen. Sein überzeugender Einsatz für die Menschen, für die Gremien und für unsere ganze Kirche hat viel Segen gebracht.

Persönlich erlebte ich Helmut Mangold stets als einen offenen, menschenfreundlichen, geradlinigen, toleranten, kommunikativen, warmherzigen und interessierten Menschen mit einem unnachahmlich ausgleichenden und vermittelnden Wesen.

Als seine Nachfolgerin im Vorsitz des Diözesanrates konnte ich mich stets auf seinen fundierten, vertrauensvollen und ehrlichen Rat verlassen, wenn ich darum gebeten habe. 

Alois Knoller

Über Jahre hinweg hatte Alois Knoller seinen Platz am Tisch der Journalisten hier im großen Saal. Zuverlässig berichtete er von den Vollversammlungen des Diözesanrates für die Augsburger Allgemeine. 

Als studierter Theologe galt sein großes Interesse der Kirche, um deren Zukunft er sich sorgte, an der er auch litt, über deren positive Entwicklungen er sich aber auch freuen konnte; besonders über die positiven Entwicklungen der letzten Jahre in unserer Diözese.

Ich erinnere mich noch gut an ein Gespräch mit Alois Knoller während der bischofsfreien Zeit, hier vor dem großen Saal am Rande einer Veranstaltung, in dem er mit einem verschmitzten Lächeln feststellte: Wir würden schon wissen, wer der richtige Bischof für unsere Diözese wäre – und er hat recht behalten.

Stets berichtete er äußerst kompetent über die Veranstaltungen des Diözesanrates, verfasste tiefgründige Kommentare mit einer treffenden, vielschichtigen Wortwahl, in einem feinen Stil.

Nachdem ich ihn bei der letzten Vollversammlung im Herbst vermisst hatte, erfuhr ich, dass er erkrankt war.

Am 25. November verstarb Alois Knoller an den Folgen dieser Krankheit mit nur 63 Jahren.

Ihnen, liebe Frau Knoller, und ihren Söhnen gilt unsere herzliche Anteilnahme.

Michael Widmann

Als Michael Widmann sein Büro im Haus St. Ulrich am 5. November verlassen hat, hat er bestimmt nicht daran gedacht, dass er niemals an den Ort zurückkehren wird, an dem er seit 2012 gewirkt hatte.

Mit Michael Widmann verliert der Diözesanrat seinen Referenten, der tief verwurzelt im Glauben einen klaren theologischen Standpunkt hatte und gerade deshalb eine große Weite im Denken zulassen konnte.

Als Referent hatte er stets die ganze Vielfalt der Themen im Blick von der Politik bis zur Ökumene, vom Lebensschutz bis zur Religionsfreiheit.

Seine breit gefächerten Interessen, sein gewaltiges Wissen waren die Grundlage seines erfolgreichen Arbeitens.

Seine absolute Stärke lag im Wort, sowohl im geschriebenen als auch im gesprochenen. Mit großer Gelassenheit, ja fast bedächtig, aber mit Scharfsinn im 

Denken moderierte er Podiumsdiskussionen jeder Art. Grundlage seiner Souveränität waren sein unendlicher Fleiß und seine akribische Vorbereitung.

Er war ein Meister der Sprache. Seine schriftstellerische Begabung, gestützt durch ein Redaktionsvolontariat bei der Sonntagszeitung und seine Tätigkeit als Lektor beim St. Ulrichs Verlag waren phänomenal.

Mit großer Kunstfertigkeit und Sachverstand formulierte er griffige Presseerklärungen und verfasste sämtliche Berichte über die Vollversammlungen oder Fachtagungen des Diözesanrates.

Metaphorisch gesprochen seine „Kinder“ sind der Newsletter, der seit 2013 10 mal pro Jahr erschien und dabei sehr differenziert eine breite Themenpalette abdeckte, und seit 2015 der Jahresrückblick „Der Diözesanrat“ mit verschiedenen Sonderausgaben, der die Arbeit des Diözesanrates im jeweils vergangenen Jahr oder besondere Themen beleuchtete. Den Jahresrückblick 2021 hatte Herr Widmann noch genauestens vorbereitet, konnte ihn aber selber aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr zu Ende bringen.

Hier zeigten sich all seine Kreativität, seine Ideen, sein Gespür für das Wesentliche, hier erwies er sich als Meister des Wortes. 

Persönlich erlebte ich Michael Widmann als stets offenen und trotzdem im besten Sinne des Wortes wertkonservativen, charmanten, freundlichen, humorvollen, geradlinigen, toleranten, kommunikativen, allseits interessierten, warmherzigen und sensiblen Menschen.

Auf seinen äußerst kompetenten und ehrlichen Rat konnte ich mich blind verlassen.

Das zeugt von einer wahrhaft großen Persönlichkeit.

(Erheben wir uns von unseren Plätzen und gedenken in einem kurzen Augenblick unserer Verstorbenen. 

O Herr gib ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen. Herr, lass sie ruhen in deinem Frieden. Amen)

Politik

Innenpolitisch stößt der Koalitionsvertrag der Regierungsparteien SPD, Grüne und FDP auf Interesse.

Deutlich zu erkennen ist ein größerer Abstand zwischen Staat und Kirche. 

Die Ablösung von Staatsleistungen an die Kirchen wird offen thematisiert,

dagegen fehlt das Thema Religionsfreiheit.

Das kirchliche Arbeitsrecht wird explizit angesprochen, sowie die Aufarbeitung des Missbrauchs eingefordert.

In diesem Koalitionsvertrag ist keine Lobby für den Lebensschutz zu erkennen. 

Dies wurde bereits durch die Abschaffung von § 219a StGB unter Beweis gestellt.

Das Augenmerk liegt dabei auf der Stärkung des Selbstbestimmungsrechts der Frau. 

Darüber hinaus soll das Thema „Schwangerschaftsabbruch“ Teil der ärztlichen Aus- und Weiterbildung werden und so aus einem Schattendasein herausgeholt werden.

Die Familie wird zur Verantwortungsgemeinschaft, d.h. der Ort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.

In diesem Zusammenhang wird auch der Begriff „soziale Eltern“ geprägt. 

Das Sorgerecht für Kinder kann bis auf zwei weitere Erwachsene ausgeweitet werden.

Durch den Krieg in der Ukraine ist die Ampelkoalition unerwartet schnell in der politischen Realität angekommen und muss genuine Regierungsziele wie Klimaschutz zunächst anders denken.

Krieg in der Ukraine

Der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine, einen demokratischen Staat mitten in Europa, hat die politische Ordnung von einem Tag auf den anderen erschüttert und deutlich gemacht, dass leider dann, wenn diplomatische Gespräche mit Diktatoren nicht mehr möglich sind, das effektivste Mittel der Friedenssicherung eine fundierte Politik der Abschreckung ist.

Das bedarf des Zusammenstehens der Nato-Partner in Bezug auf Diplomatie, auf wirtschaftliche Sanktionen und auch hinsichtlich der Demonstration militärischer Stärke. Dabei muss dennoch stets in kluger Weise deeskalierend und friedenssichernd verhandelt und entschieden werden.

Überdeutlich zeigt sich für Deutschland die Abhängigkeit von russischem Gas, Öl und Kohle, sowie die eigene militärische Schwäche aufgrund fehlender Ausrüstung.

Der Ernteausfall an Getreide wird die weltweite Ernährungssituation massiv beeinträchtigen. Die Leidtragenden werden die Menschen in den Entwicklungsländern sein.

Unbeschreibliches Leid erfahren durch diesen Krieg die Menschen in der Ukraine.

Angriffe auf die Zivilbevölkerung, auf Krankenhäuser, Schulen usw., die als Kriegsverbrechen gewertet werden können, zwingen Millionen von Menschen zur Flucht.

Uns kommt es zu, die ungeheuer tapferen und standhaften Menschen in der Ukraine sowohl materiell als auch ideell zu unterstützen. Dazu gehören Geld- und Sachspenden, die gute Aufnahme der flüchtenden Menschen in unserem Land, aber auch Friedensgebete und Friedensdemonstrationen.

Beten und hoffen wir, dass dieser grausame Krieg ein baldiges Ende findet und nicht noch weiter eskaliert!

Innerkirchliche Entwicklungen

Missbrauchsgutachten im Erzbistum München und Freising

Am 20. Januar 2022 wurde das bei der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl in Auftrag gegebene Missbrauchsgutachten der Erzdiözese München und Freising veröffentlicht.

Der Untersuchungszeitraum reichte von 1945 bis 2015. 

Dabei wurde u. a. den noch lebenden Kardinälen Friedrich Wetter und Reinhard Marx sowie Papst em. Benedikt XVI, damals Kardinal Joseph Ratzinger, und Offizial Prälat Lorenz Wolf Fehlverhalten nachgewiesen. Prälat Lorenz Wolf hat am Montag um die Entpflichtung als Leiter des Katholischen Büros Bayern sowie als Offizial im Konsistorium und Metropolitangericht München gebeten. Wolfs Bitte um Entpflichtung als Offizial nahm der Erzbischof mit sofortiger Wirkung an. Über die Entpflichtung als Leiter des Katholischen Büros entscheidet die Bayerische Bischofskonferenz.

Ich werde an dieser Stelle die sich daraus ergebende kirchenpolitische Diskussion nicht aufnehmen.

Es gab Entschuldigungen, es blieben viele offene Fragen und es kam in der Folge zu einer Masse von Kirchenaustritten, überspitzt zu einem Exodus aus der Kirche.

Für mich persönlich erscheint es fragwürdig, dass Kardinal Reinhard Marx das Gutachten nicht selbst in Empfang genommen hat. 

Vielen Gläubigen erscheint es befremdlich, dass in vielen Fällen bis heute keine wirkliche Bewusstseinsänderung stattgefunden hat, dass keine Weiterentwicklung der inneren Haltung zu erkennen ist.

So müssen wir uns alle die Frage stellen: Was bedeutet diese Krise für den Fortbestand unserer Kirche?

Synodaler Weg

Auf der letzten Sitzung des Synodalen Weges wurden wichtige Textvorlagen abgestimmt, u.a. zum Thema „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“. 

Weitere Themen waren der Stand der Aufklärung beim Missbrauch, die Grundordnung, eine veränderte, moderne Sexualmoral einschließlich einer Neubewertung der Homosexualität, die Lockerung des priesterlichen Pflichtzölibats, der Umgang mit dem Thema Macht sowie die Mitbestimmungsrechte bei der Wahl katholischer Bischöfe.

Der katholische Nuntius Bischof Nicola Eterovic rief die Teilnehmer zur Einheit der Kirche auf.

Der Synodale Weg erfährt auch Kritik durch die Bischöfe Nordeuropas, die dazu auffordern, Halt zu machen vor Themen, die unveränderliche Lehre der Kirche sind.

Massive Kritik an den Reformbestrebungen wurde durch die polnische Bischofskonferenz geübt.

Die Gläubigen wurden aufgefordert, die „Frankfurter Erklärung: Für eine synodale Kirche“ zu unterzeichnen, um so den Reformprozess der Kirche zu begleiten und zu beschleunigen.

Mir stellt sich die Frage, ob der Reformprozess tatsächlich von außen befeuert werden muss oder ob es nicht genügt, den regulären Weg der Diskussionen mitzugehen.

Für mich ist wichtig – da teile ich die Meinung von unserem Bischof – zu unterscheiden: Was ist unveräußerliche Basis, an der nicht gerüttelt werden darf? 

Wo darf und muss sich die kirchliche Lehre weiterentwickeln?

Letztendlich ist es wichtig, dass die Ergebnisse der Beratungen des Synodalen Weges

als Position in den weltweiten synodalen Prozess eingebracht werden.

#OUTINCHURCH

Ende Januar hatten sich 125 Mitarbeitende der Kirche als quer, homo, bisexuell, transgender, nicht binär geoutet.

Dadurch wurde eine Debatte über die Lage solcher Menschen in der Kirche im Allgemeinen und über das kirchliche Arbeitsrecht angestoßen, da die aktuell geltende Grundordnung von den Mitarbeitenden Loyalität zur kirchlichen Glaubens- und Sittenlehre verlangt.

Das wiederum bedeutet, dass diese Menschen um ihren Arbeitsplatz fürchten.

Katholikentag

Vom 25. bis 29. Mai findet in Stuttgart der 102. Katholikentag mit dem Thema „leben teilen“ statt.

Das Bistum Augsburg wird vertreten sein. Die Federführung der Vorbereitung liegt bei der Pressestelle.

Arbeit des Diözesanrates

Arbeit der Sachausschüsse

Der Sachausschuss Arbeitswelt, Wirtschaft, Soziales und Umwelt unter der Leitung von Frau Christina Gentili legt in der neuen Legislaturperiode nochmals die Erklärungen zur Wohnungsversorgung und zur Rentenreform vor und beschäftigt sich mit dem Thema „Energieversorgung“.

Der Sachausschuss Ehe und Familie unter der Leitung von Florian Lindenthal gab den Impulsfilm „Ehe und Familie“ mit einem Begleitschreiben an die Pfarrgemeinderäte weiter, gestaltete einen Flyer für die neuen Pfarrgemeinderäte und bereitete ein Expertengespräch zum Thema „Familienpolitik“ vor.

Der Sachausschuss Europa hat unter der Leitung von Dr. Herbert Veh wertvolle Ideen, 

wie z. B. die Frage „Was hält Europa zusammen?“ entwickelt, die jedoch momentan noch nicht realisiert werden können.

Für den Sachausschuss Land hat Frau Susanne Ahle das Modell eines Begegnungsabends für interessierte KandidatInnen zur PGR-Wahl entworfen. Zusammen mit dem Fachbereich Trauerseelsorge sind Überlegungen zu einer Broschüre zur Bestattungs- und Trauerkultur angedacht.

Der Sachausschuss Mission – Entwicklung – Frieden – Integration unter der Leitung von Martin Gregori hat sich in 3 Sitzungen intensiv mit der Vorbereitung dieser Vollversammlung beschäftigt.

Den Sachausschuss Ökumene und interreligiöser Dialog führt derzeit stellvertretend Bettina Götz. Zum einen beschäftigte sich der Sachausschuss mit dem bevorstehenden Besuch der Augsburger Synagoge zum anderen mit der Wiederaufnahme der Ökumenischen Begegnungen.

Im Mittelpunkt der Arbeit des Sachausschusses Pastorale Fragen unter der Leitung von Sieglinde Hirner stand die Beschäftigung mit dem Hirtenbrief „Einladung zur Kommunion mit dem Wort Gottes“ zum Sonntag des Wortes Gottes und Informationen bzw. Überlegungen zum Ulrichsjahr 2023/24.

Dr. Bernhard Gruber machte es sich mit dem Sachausschuss Schule, Erziehung und Bildung zur Aufgabe, den Jahresrückblick sowie die Aufgaben und Schwerpunkte der Abteilung Schule und Religionsunterricht des Bistums Augsburg in den Blick zu nehmen.

Der Sachausschuss Soziale und Caritative Fragen unter der Federführung von Brigitte Baumeister besprach weiterhin das Konzept „Blickkontakt“.

Im geschäftsführenden Vorstand und im Vorstand liefen die Fäden der gesamten Arbeit des Diözesanrates zusammen. 

Ein großes Thema ist die Personalsituation im Diözesanrat: 

Seit 1. April (heute) verstärkt Frau Brandmair als neue Sekretärin das Team in der Geschäftsstelle.

Die Stelle des theologischen Referenten ist noch nicht besetzt. Aus diesem Grund müssen wir bislang noch auf das Erscheinen des Newsletters verzichten. 

Ganz herzlich bedanke ich mich bei Frau Kofend und bei Frau Jall, die beide zum ersten Mal die Pfarrgemeinderatswahlen organisiert haben und von Frau Mollenhauer unterstützt wurden. Sie haben das vollkommen unaufgeregt, mit großem Fleiß und Durchhaltevermögen und mit maximaler Überzeugungskraft geschafft. Dafür danke ich Ihnen, liebe Frau Kofend und liebe Frau Jall im Namen des ganzen Diözesanrates von Herzen.

Pfarrgemeinderatswahlen

Trotz einer relativ gering erscheinenden Wahlbeteiligung von ca. 10% war diese Wahl ein großer Erfolg.

Trotz Diskussionen um Online-Wahl und Allgemeine Briefwahl, trotz Forderungen nach Wahlverschiebung, trotz 2 Jahren Corona und einer aufgeheizten Stimmung gegenüber der katholischen Kirche aufgrund des Missbrauchsskandals, nach unzähligen Gesprächen mit Pfarrgemeinderäten und Pfarrern haben sich all meine Hoffnungen bezüglich einer erfolgreichen Wahl erfüllt.

Bis auf ganz wenige Ausnahmen konnten in allen Pfarreien unserer Diözese neue Pfarrgemeinderäte gewählt werden. Es hat sich gezeigt, dass den Gläubigen ihre Kirche vor Ort am Herzen liegt, dass sie bereit sind, sich für ihre Kirche einzusetzen und sich auch für 4 Jahre in den Pfarrgemeinderat wählen zu lassen.

Interessant ist, dass sich zum großen Teil Frauen im Pfarrgemeinderat engagieren, dass alle Altersstufen vertreten sind und dass auch viele neue Mitglieder in die Pfarrgemeinderäte gewählt wurden. Damit hat sich gewissermaßen ein Generationswechsel vollzogen, kommen viele neue, kreative Ideen in die Pfarrgemeinderäte, weht hoffentlich ein frischer Wind in unseren Pfarrgemeinden. Da dürfen wir uns auf die Arbeit in den neuen Pfarrgemeinderäten wirklich freuen und guten Mutes in die Zukunft unserer Pfarreien blicken.

So möchte ich von dieser Stelle aus von Herzen Danke sagen allen Männern und Frauen, die sich als Kandidaten und Kandidatinnen zur Wahl gestellt haben und allen Verantwortlichen, die die Wahl organisiert haben. Allen Gewählten gratuliere ich von Herzen zu Ihrer Wahl als Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit. Packen wir es gemeinsam an, geben wir der Kraft des Hl. Geistes Raum in uns und in unseren Gemeinden. Dann wird auch Gutes dadurch entstehen.

Ausblick

Die Pfarrgemeinderäte erhalten Mitte April das sog. Starterpaket, in dem alle wichtigen Informationen enthalten sind u. a. der Flyer „Gewählt sein“, Flyer zur ersten und zweiten Sitzung mit einer ausführlichen Beschreibung der ersten Sitzung, Flyer zum Pastoralrat, Dekanatsrat, mit Informationen zur Finanzierung und zu Versicherungen.

Mit dem Starterpaket wird auch ein Vorschlag der GCL für einen Klausurtag für Pfarrgemeinderäte im Sinne der „Synodalität“ verschickt. Machen Sie davon regen Gebrauch und lassen Sie sich auf das Hinhören ein!

Folgende Veranstaltungen sind bis zum Sommer geplant:

Expertengespräch zur Familienpolitik mit Johannes Hintersberger am 25.04. 2022 um 18.30 Uhrim Haus St. Ulrich

Ökumenische Begegnung am 09.05.2022: Bischof Bertram Meier und der evangelische Regionalbischof Axel Piper haben ihre Teilnehme bereits zugesagt.

Einführungstag für neue PGR-Vorsitzende am 01.07.2022: PGR-Vorsitzende bekommen so am Anfang der Amtsperiode einen Input für ihre Tätigkeit und lernen so auch den Diözesanrat kennen.

Von Herzen danke ich Ihnen allen für Ihr Kommen und Ihren Einsatz für unsere Kirche im Diözesanrat, danke ich meinen Stellvertretern Frau Sieglinde Hirner und Herrn Martin Gregori für die hervorragende Unterstützung und Frau Kofend, Frau Jall und Frau Mollenhauer in der Geschäftsstelle für allen Einsatz und die sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Herzlichen Dank Ihnen allen!  Hildegard Schütz, Vorsitzende des Diözesanrates

06.04.2022 - Bistum Augsburg