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Kommentar:

Warum spielt der Umweltaspekt des Krieges gar keine Rolle?

Täglich prägen Protestaktionen von Klimaaktivisten und Umweltschützern die Schlagzeilen. Doch während Privatleute, Landwirte und Betriebe angemahnt werden, ihren Schadstoffverbrauch einzuschränken, fehlt für unsere Kommentatorin, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, ein wichtiger Punkt in Debatten und Diskussionen. Niemand thematisiert die Umweltschäden durch den Waffeneinsatz in Kriegen:

Mich wundert, dass Umweltschützer nicht Daueralarm schlagen – jetzt wo Methangas kubiktonnenweise die Atmosphäre vergiftet. Wo die Explosionen der Bomben und die gezielten Zerstörungen nicht nur alles in Schutt und Asche legen, sondern auch die Bemühungen um den Klimaschutz der vergangenen Jahre zur Makulatur werden lassen. Das alles ist gar kein Thema – oder habe ich da etwas übersehen? 

Wenn also menschengemachter Klimawandel die Welt so sehr bedroht, dass ihr Untergang bevorsteht – denn so klingt es, wenn die jungen Aktivisten ihr Horrorszenario vortragen –, wieso wird dann die andere menschengemachte Katastrophe nicht wenigstens debattiert? Wo sind die Umweltschützer als Friedensstifter, wenn es darum geht, die Zerstörung eines ganzen Volkes aufzuhalten? 

Warum spielt der Umweltaspekt des Krieges gar keine Rolle? Warum gibt es keine Berichte über diese Katastrophe – etwa so wie damals bei der Reaktorkatastrophe in Fukushima, als weltweit und wochenlang im Detail berichtet wurde?

Gibt es vielleicht gute und schlechte Umweltzerstörung? Eine, die billigend in Kauf genommen werden muss, und eine andere, gegen die mit Verboten und Strafen gekämpft werden muss? Ist es womöglich so ähnlich wie während der Corona-Pandemie? Da gab es auch Versammlungsverbote im Freien, aber nicht für alle. Es gab Demons­trationen, die trotz Ansteckungsgefahr erlaubt waren, und es gab solche, bei der die Polizei die Menschen auseinandertreiben musste, weil sie streng verboten waren. War es mit dem Virus abgesprochen, wo es umging und wo nicht? 

Jeder Christ muss für den Frieden eintreten. Es gibt keinen gerechten Krieg. Gerechtigkeit gibt es erst im Himmel. Auf der Erde herrschen leider andere Zustände. Nur durch Gebet und Buße können wir versuchen, den Gang der Welt zum Besseren zu wenden. Darum bitte ich jeden von Ihnen: Zünden auch Sie eine Kerze an und beten Sie ein oder viele „Ave Maria“ für den Frieden.

Fürstin Gloria führt das Haus Thurn und Taxis in Regensburg.Sie bekennt sich zum christlichen Glauben und zur katholischen Lehre.

08.11.2022 - Klimawandel , Krieg , Politik