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Corona-Krise

Berufsverband fordert umfassende Unterstützung für Pflegende

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat dazu aufgerufen, professionell Pflegende "maximal und in jeglicher Hinsicht wirksam" zu unterstützen. DBfK-Präsidentin Christel Bienstein forderte die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen sowie Arbeitgeber und Führungskräfte am Montag in Berlin dazu auf, alles zu tun, um beruflich Pflegende "zu schützen, zu unterstützen und ihnen den Rücken frei zu halten".

Pflegende sollten etwa ausreichend mit geeigneter persönlicher Schutzausrüstung sowie Desinfektionsmitteln versorgt werden. Es müsse zudem Trainingsmaßnahmen für den Umgang mit Corona-Infizierten geben und es müsse sichergestellt werden, dass die Pflegenden ausreichend Erholungszeit zwischen den Schichten hätten. Weiter müssten sie etwa in Betreuung von Kindern oder hilfebedürftigen Angehörigen unterstützt werden.

Sie betonte weiter, "Pflegende üben ihren Beruf auf der Grundlage des ICN-Ethikkodex aus und sind – ob im Krankenhaus, in der häuslichen Pflege, in stationären Pflegeeinrichtungen, der Einzelbetreuung oder in all den anderen Bereichen, in denen pflegerische Kompetenz so dringend gebraucht wird – dabei einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich anzustecken". Pflegende könnten ihren Beruf nicht im Schutz eines 'Home office' ausüben, sondern müssten an "der Front dieser gefährlichen Krise handeln und entscheiden", betonte Bienstein.

KNA

17.03.2020 - Corona , Gesundheit , Pflege