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Bischof Neymeyr:

Profilierterer Katholikentag 2024 - breitere Wirkung

Bischof Ulrich Neymeyr hofft auf neuen Schwung beim Katholikentag 2024 in Erfurt durch eine klarere Akzentsetzung. "Je profilierter und konstruktiver die Positionen bei solchen Veranstaltungen ins Gespräch gebracht werden, desto größer ist die Chance auf öffentliche Wahrnehmung, vor allem dann, wenn die Medien darüber berichten", sagte Neymeyr als gastgebender Bischof n einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

In Erfurt findet vom 29. Mai bis 2. Juni 2024 der nächste Deutsche Katholikentag statt. Er steht unter dem Leitwort "Zukunft hat der Mensch des Friedens". Veranstalter des alle zwei Jahre stattfindenden christlichen Großevents ist das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, das höchste repräsentative Gremium der katholischen Laien in Deutschland.

Neymeyr erklärte: "Katholikentage sollten Breitenwirkung auf jeden Fall weiter zum Ziel haben. Ein Katholikentag mit mehreren zehntausend Teilnehmern lässt sich per se schon nicht übersehen. Und erst recht nicht, wenn sich die Veranstaltungen besonders auch gesamtgesellschaftlichen Fragen widmen, die vielen Menschen auf den Nägeln brennen."

Als Beispiele nannte er den Krieg in der Ukraine, Klimawandel und Energiekrise sowie globale Gerechtigkeit. Insgesamt solle es ein Katholikentag werden, "der alle anspricht - auch die Nichtchristen", betonte der Bischof. In Thüringen gehören 70 Prozent der Menschen keiner Religionsgemeinschaft an.

Zur Profilierung solle auch eine deutliche Reduzierung der Veranstaltungen betragen. Waren es beim vorangegangenen Katholikentag 2022 in Stuttgart noch rund 1.500, so plant Erfurt derzeit mit gut 500 Veranstaltungen. Diese sollen mittels eines Bewerbungsverfahrens, das 2023 startet, ausgewählt werden, kündigte Neymeyr an.