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Zum Tod von Wolfgang Clement

Bischof Overbeck würdigt Verdienste um Ruhrgebiet

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat den verstorbenen Politiker Wolfgang Clement gewürdigt. "Mit dem Tod des ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten und Bundesministers Wolfgang Clement verlieren wir einen Menschen, der strukturpolitisch entscheidende Entwicklungen für das Ruhrgebiet voranbrachte - manchmal auch gegen viele Widerstände", erklärte der Ruhrbischof in Essen.

"Als streitbarer Politiker mit klarer sozialliberaler Haltung scheute er nicht den demokratischen Konflikt und trat zielstrebig für seine Überzeugungen ein." Overbeck, der auch Sozialbischof der Deutschen Bischofskonferenz ist, würdigte Clements "unerschütterliches Eintreten für die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft".

Clement war am Sonntag im Alter von 80 Jahren nach langer Krankheit in Bonn gestorben. Medienberichten zufolge litt er an Lungenkrebs. Der gebürtige Bochumer leitete ab 1989 unter dem damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau (SPD) die nordrhein-westfälische Staatskanzlei. Ab 1995 war er Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr, bevor er NRW-Ministerpräsident und später dann Bundeswirtschaftsminister wurde. Clement war Sozialdemokrat, verließ die SPD jedoch 2008 nach einem Streit.

KNA

29.09.2020 - Bischöfe , Politik , Trauer