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Gerd Müller geht

Erzbischof Schick bedauert Rückzug von Entwicklungsminister

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat mit Bedauern auf den angekündigten Rückzug von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) reagiert. In einem Brief an den CSU-Politiker schrieb Schick am Dienstag: "Als Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz danke ich Ihnen für Ihren Einsatz für das Gemeinwohl in der globalen Welt."

Die Zusammenarbeit mit Müller sei immer von Wohlwollen und gegenseitiger Achtung geprägt gewesen, fügte der Erzbischof hinzu. "Voller Dankbarkeit denke ich auch daran, dass Sie den Einsatz der Kirche für Entwicklung, Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung immer geschätzt, gefördert und in der Öffentlichkeit auch gewürdigt haben." Schick betonte, er empfinde großen Respekt für Müllers Entscheidung und könne die dafür genannten Gründe nachvollziehen.

Am Wochenende hatte Müller angekündigt, nach der aktuellen Legislaturperiode nicht mehr für den Bundestag kandidieren zu wollen. Er wolle einen Generationenwechsel einleiten, sagte Müller. Der 65-jährige Katholik stammt aus dem bayerisch-schwäbischen Krumbach und wurde 1994 erstmals für den Wahlkreis Oberallgäu in den Bundestag gewählt. Zuvor saß der verheiratete Vater von zwei Kindern fünf Jahre lang im Europaparlament. 2005 wurde Müller Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium. Bundeskanzlerin Angela Merkel ernannte ihn dann 2013 erstmals zum Entwicklungsminister.

KNA

16.09.2020 - Bischöfe , Personalien , Politik